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Dürfen in Sicherheitsschuhen orthopädische Einlagen getragen werden?

In der DGUV Regel 112-191 Benutzung von Fuß- und Knieschutz (bisher BGR 191)  steht im Anhang 2 Abschnitt 4.2: "4.2.1 Schuhe für lose Einlagen Schuhe für lose Einlagen sind für Personen gedacht, die orthopädische Einlagen tragen müssen und für die daher normale Sicherheits-, Schutz- oder Berufsschuhe nicht geeignet sind. Meist besteht aber noch kein Anspruch auf orthopädisches Schuhwerk. Mehrere S ...

Stand: 17.02.2017

Dialog: 17834

Welche Schutzhandschuhe sind für den Umgang mit Formaldehyd geeignet?

Formaldehyd besitzt sowohl ein kanzerogenes als auch ein irritatives Potential und ist nach der TRGS 900 am Arbeitsplatz mit einem AGW (Arbeitsplatzgrenzwert) von 0,3 ml/m3 bzw. 0,37 mg/m3 eingestuft worden. Es weist zusätzlich eine potentiell sensibilisierende Wirkung auf. Aufgrund seiner niedrigen Reizschwelle sind erheblich häufiger Krankheitsbilder bei einer beruflichen Exposition mit Formalde ...

Stand: 17.02.2017

Dialog: 3240

Welche rechtlichen Konsequenzen hat die Nichtbeachtung des PSA-Tragegebots für einen Beschäftigten?

Bei der Durchsetzung von Maßnahmen zum Tragen von persönlicher Schutzausrüstung sind die Festlegungen aus dem Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) heranzuziehen. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, erforderliche Maßnahmen des Arbeitsschutzes durchzusetzen und auf ihre Wirksamkeit hin zu überprüfen (§ 3 ArbSchG) (z.B. bei wiederholter Weigerung zum Tragen des Gehörschutzes durch Abmahnung). Gemäß den "Allge ...

Stand: 31.01.2017

Dialog: 2616

Gibt es einen Bewertungsmaßstab, ab wann Sicherheitsgurte zur Absturzsicherung ausgesondert werden müssen (insbesondere bei Schnitten im Gurt)?

PSA gegen Absturz (PSAgA) muss mindestens jährlich durch einen Sachkundigen geprüft werden. In der Ausbildung werden hierfür Kenntnisse vermittelt. Außerdem sind die Vorgaben des Herstellers der PSAgA zu beachten. Ein fester Bewertungsmaßstab hierfür ist uns nicht bekannt. Die Bewertung muss aber sicherlich deutlich kritischer als z. B. bei Zurrgurten erfolgen. Eine einfache Übernahme der angespro ...

Stand: 31.01.2017

Dialog: 26497

Darf auf Schweißerschutzkleidung ein Firmenlogo aus nicht flammhemmenden Material aufgebracht werden?

Anforderungen an Schweißerschutzanzüge werden unter Ziffer 4.3.8 der DGUV Regel 112-189 (bisher: BGR 189) "Benutzung von Schutzkleidung" beschrieben. Schweißerschutzanzüge sollen den Träger, z.B. beim Brennschneiden, Schweißen und verwandten Verfahren, gegen die Einwirkung von Metallspritzern, kurzzeitigen Kontakt mit Flammen und gegen Ultraviolett-Strahlung schützen. Gemäß Ziffer 7.4 der DGUV Reg ...

Stand: 30.11.2016

Dialog: 6605

Ist eine Baumusterprüfung für Warnschutzkleidung zwingend erforderlich?

Ja. Warnschutzkleidung bedarf einer Baumusterprüfung. Schutzkleidung, die nicht unter Art. 8 der EU-Richtlinie 89/686/EWG  fällt, bedarf einer Baumusterprüfung. In Art. 8 sind sogenannte einfache persönliche Schutzausrüstungen genannt, bei denen der Benutzer "selbst die Wirksamkeit gegenüber geringfügigen Risiken beurteilen kann, deren Wirkung, wenn sie allmählich eintritt, vom Benutzer rechtzeiti ...

Stand: 17.11.2016

Dialog: 27891

Inwieweit muss der Betriebsrat bei der PSA -Auswahl eingebunden sein?

Dem Betriebsrat steht ein Mitspracherecht bei der Auswahl von persönlicher Schutzausrüstung (PSA) zu. Die Zuständigkeit der Betriebsrates für Fragen des Arbeitsschutzes ergibt sich z.B. aus dem § 80 "Allgemeine Aufgaben", Absatz 1 Nr. 9 des Betriebsverfassungsgesetzes.  Die Zuständigkeit des Betriebsrates zu Fragen des Arbeitsschutzes ist allgemein anerkannt und wird nicht angefochten. Die Berufsg ...

Stand: 27.09.2016

Dialog: 27544

Wer übernimmt die Kosten von baumustergeprüften Einlagen von Sicherheitsschuhen?

Orthopädische Einlagen dürfen bei Sicherheitsschuhen nur verwendet werden, wenn hierfür eine Baumusterprüfbescheinigung und eine Konformitätserklärung des Herstellers vorliegt. Die Baumusterprüfbescheinigung für die Sicherheitsschuhe erlischt, wenn andere Einlegesohlen als die von der Baumusterprüfbescheinigung abgedeckten verwendet werden. Wenn der Arbeitgeber im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung ...

Stand: 23.09.2016

Dialog: 24659

Gibt es Empfehlungen, inwieweit Sicherheitsschuhe aus hygienischen Gründen von mehreren Personen (z.B. Praktikanten) genutzt werden können ?

Nach § 2 Abs.2 der PSA-Benutzungsverordnung sind persönliche Schutzausrüstungen grundsätzlich für den Gebrauch durch eine Person bestimmt. Erfordern die Umstände eine Benutzung durch verschiedene Beschäftigte, hat der Arbeitgeber dafür zu sorgen, daß Gesundheitsgefahren oder hygienische Probleme nicht auftreten. Von daher sollte vorrangig versucht werden, die Sicherheitsschuhe nur personengebunden ...

Stand: 15.09.2016

Dialog: 4459

Wer darf Reparaturarbeiten an persönlicher Schutzausrüstung (PSA) durchführen?

Schutzausrüstung gegen Absturz unterliegt als persönliche Schutzausrüstung im Betrieb u.a. den Regelungen der Persönliche Schutzausrüstungen - Benutzungsverordnung (PSA-BV) und dem vierten Abschnitt der DGUV Vorschrift 1. Die PSA BV fordert im § 2 Abs.4:: "Durch Wartungs-, Reparatur- und Ersatzmaßnahmen sowie durch ordnungsgemäße Lagerung trägt der Arbeitgeber dafür Sorge, dass die persönlichen Sc ...

Stand: 15.09.2016

Dialog: 27474

Besteht ein Vorschrift über das Benutzen einer Warnweste auf den Verkehrsflächen am Standort?

Das Erfordernis einer Warnweste auf den Verkehrsflächen am Standort ist in der Gefährdungsbeurteilung zu ermitteln und festzulegen.In der DGUV Information 212-016 - Warnkleidung (bislang BGI  8591) "Warnkleidung" ist erläutert, dass Warnkleidung dann getragen werden muss, wenn die Erkennbarkeit einer Person erhöht werden soll. Dies trifft für alle Arbeitssituationen zu, bei denen am Tag sowie bei ...

Stand: 30.08.2016

Dialog: 14411

Mit welchen Prüfverfahren kann man die Gebrauchstauglichkeit von Schutzkleidung ermitteln?

Seit Herbst 2013 ersetzt die neue EN ISO 20471 "Hochsichtbare Warnkleidung" die bisherige EN 471:2003+A1:2007. (kostenpflichtig zu beziehen über den Beuth-Verlag). In dieser Norm sowie im Abschnitt 7 der  EN 1150:1999 "Warnkleidung für den nicht professionellen Gebrauch" sind Prüfungen beschrieben, sowohl was die Farbe des Hintergrundmaterials als auch, was das retroreflektierende Material der War ...

Stand: 07.06.2016

Dialog: 4917

Reicht als Wetterschutzkleidung die Bereitstellung von PVC-Regenjacken und Regenlatzhosen aus?

Aus arbeitsmedizinischer und ergonomischer Sicht ist es wichtig, dass sog. Wetterschutzkleidung schädliche Einflüsse vor allem durch Nässe, Kälte und Wind verringert bzw. abhält. Die wesentliche Gefährdung besteht in einer Aus- bzw. Unterkühlung des Körpers mit daraus folgenden weiteren Belastungen vor allem des Kreislaufs und des Bewegungsapparates. Generell ist davon auszugehen, dass Arbeitnehme ...

Stand: 06.06.2016

Dialog: 512

Welche Anforderungen werden an Arbeitskittel (Labor) in Bezug auf die Faserzusammenstellung beim Umgang mit offenen Flammen gestellt?

Zunächst hat der Arbeitgeber anhand der Gefährdungsbeurteilung (§ 5 Arbeitsschutzgesetz) festzustellen, wie groß die Brandgefahr in Abhängigkeit der durchzuführenden Arbeiten ist. Sofern keine erhöhte Brandgefahr zu erwarten ist, ist Arbeitskleidung aus handelsüblichem Gewebe zulässig, sofern durch das Brenn- oder Schmelzverhalten des Gewebes im Brandfall keine erhöhe Gefährdung zu erwarten ist (z ...

Stand: 06.06.2016

Dialog: 3505

Sind Applikationen auf Warnschutzkleidung zulässig?

Grundsätzlich muss der Hersteller einer Warn-Schutzkleidung für die erforderliche Konformitätserklärung eine Gefährdungsanalyse durchführen. Grundlage für diese Analyse ist neben der DIN EN 340 "Schutzkleidung - Allgemeine Anforderungen" die neue EN ISO 20471" Hochsichtbare Warnkleidung", die seit Herbst 2013 die bisherige EN 471:2003+A1:2007 ersetzt. Die Normen erhalten Sie kostenpflichtig über d ...

Stand: 06.06.2016

Dialog: 6713

Was bedeutet bei Schutzbrillen die Bezeichnung 2C-1.2?

Der DGUV Regel 112-992 können Sie näheres zu der Kennzeichnung entnehmen. Klarsichtbrillen weisen standardgemäß die Kennung 2-1.2 auf dem Sichtkörper auf. Hiermit wird die Schutzstufe des Filters definiert. Die „2“ vorweg bedeutet, dass die Schutzbrille vor UV-Strahlen schützt. Das nachgestellte „1.2“ besagt, dass es sich um eine ungetönte Sichtscheibe handelt.  Die Kennung ist folgendermaßen aufg ...

Stand: 02.06.2016

Dialog: 26724

Auf welche Regelung begründet sich die Pflicht zu einer praktischen Unterweisung für Nutzer von PSA der Kat.3? Gilt für die Unterweisung die Übergangsfrist bis zum 21. April 2018?

Die Bereitstellung persönlicher Schutzausrüstungen durch Arbeitgeber sowie für die Benutzung persönlicher Schutzausrüstungen durch Beschäftigte bei der Arbeit ist in der PSA-Benutzungsverordnung - PSA-BV geregelt. Dies ändert sich grundsätzlich auch nicht durch die neue Verordnung (EU) 2016/425, die Anforderungen an Entwurf und Herstellung von PSA regelt. In § 3 Absatz 1 der PSA-BV ist geregelt, d ...

Stand: 31.05.2016

Dialog: 26701

Müssen die Lehrer und Schüler in der Berufsschule (z.B. Metallverarbeitung, Drehen und Fräsen) Sicherheitsschuhe tragen?

Schülerinnen und Schüler an berufsbildenden Schulen gehen im Rahmen ihrer Berufsausbildung einer versicherten Tätigkeit nach und fallen somit unter den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Für sie gelten die Unfallverhütungsvorschriften und staatlichen Arbeitsschutzvorschriften (z.B. die PSA-Benutzungsverordnung). Für angestellte Lehrkräfte gilt das gleiche, während für verbeamtete Lehrkräf ...

Stand: 21.05.2016

Dialog: 26647

Dürfen wir einen Kunden auf dessen ausdrücklichen Wunsch mit Schutzkleidung beliefern, die der alten Norm entspricht?

Die allgemeinen Anforderungen an die Bereitstellung von Produkten auf dem Markt sind im § 3 Produktsicherheitsgesetz - ProdSG beschrieben. Diese sind in allen Handelsstufen und nicht nur beim Inverkehrbringen einzuhalten. Laut Interpretation des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zum Thema "Anforderungen an neue Produkte in der Handelskette gemäß Produktsicherheitsgesetz - ProdSG vom 3. De ...

Stand: 09.05.2016

Dialog: 26318

Wann, wo und von wem müssen in Kfz-Betrieben Sicherheitsschuhe getragen werden?

Nach dem Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) § 3 Abs. 3 muss der Arbeitgeber persönliche Schutzausrüstung kostenlos bereitstellen. Welchen Arbeitnehmern persönliche Schutzausrüstung (hier: Schutzschuhe) zur Verfügung zu stellen sind, muss der Arbeitgeber in der Gefährdungsbeurteilung gemäß § 5 des Arbeitsschutzgesetzes (ArbSchG) ermitteln. Sowohl unter Ziff. 3.1.1 als auch im Anhang 5 der DGUV Regel 112 ...

Stand: 26.04.2016

Dialog: 1553

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