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KomNet-Wissensdatenbank

Sind Applikationen auf Warnschutzkleidung zulässig?

KomNet Dialog 6713

Stand: 06.06.2016

Kategorie: Sichere Anlagen / Sicherer Betrieb > Persönliche Schutzausrüstung (PSA) > Anforderungen und Eigenschaften von PSA

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Frage:

Applikationen auf Warnschutzkleidung: Nicht nur Reflexstreifen, sondern auch das Warnorange auf Warnschutzkleidung erfüllt den Zweck, das Beschäftigte besser sichtbar sind. Immer mehr ist zu sehen, dass Applikationen u.a. aufgedruckt sind und somit die Reflexionsflächen einschränken. Die GUV I 8591 führt hierzu lediglich aus, dass Mindestflächen durch Anbringen von Firmenlogos, Applikationen nicht unterschritten werden dürfen. Wo finde ich Aussagen zu genauen Prozentsätzen oder andere Angaben?

Antwort:

Grundsätzlich muss der Hersteller einer Warn-Schutzkleidung für die erforderliche Konformitätserklärung eine Gefährdungsanalyse durchführen. Grundlage für diese Analyse ist neben der DIN EN 340 "Schutzkleidung - Allgemeine Anforderungen" die neue EN ISO 20471" Hochsichtbare Warnkleidung", die seit Herbst 2013 die bisherige EN 471:2003+A1:2007 ersetzt. Die Normen erhalten Sie kostenpflichtig über den Beuth-Verlag.

In der DGUV Information 212-016 (bisher: BGI/GUV-I 8591) "Warnkleidung" sind unter Punkt 4 genaue Angaben und weitere Verweise zu finden, die unter anderem, abhängig von der geforderten Schutzklasse, darstellen, wie Warnkleidung beschaffen sein muss und welche Mindestflächen eingehalten werden müssen. Es wird immer eine Mindestfläche in qm angegeben. So ist sichergestellt, dass unterschiedliche Konfektionsgrößen keinen Einfluss auf die Sichtbarkeit des Trägers im beruflichen Alltag nehmen.

Die BG BAU bietet auf ihrer Seite eine Zusammenfassung der Anforderungen an Warnkleidung an, wobei auch hier aus urheberrechtlichen Gründen nur auf Normen verwiesen, nicht aber daraus zitiert wird.