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Ist Zitronensäure mit einer Konzentrationsgrenze

Gemäß Gestis - Stoffdatenbank www.dguv.de/ifa/de/gestis/stoffdb/index.jsp ist Zitronensäure ein gefährlicher Stoff, der mit: Xi "Reizend" und dem R 41 "Gefahr ernster Augenschäden" zu kennzeichnen ist. In Zubereitungen ist gemäß Richtlinie 1999/45/EG Zitronensäure bei einer Konzentration >= 10 % ebenfalls als Xi "Reizend" und dem R 41 eingestuft. Bei 5% ≤ Konzentration < 10% ist Zitronensäure mit  ...

Stand: 24.06.2010

Dialog: 11300

Ab wann müssen Sicherheitsdatenblätter nach den Vorgaben der REACH-Verordnung erstellt werden? Bleibt die TRGS 220 weiter gültig?

Unmittelbar mit dem Inkrafttreten der REACH-Verordnung zum 01.06.2007 gelten die neuen Vorschriften für Sicherheitsdatenblätter. Die bisherige Sicherheitsdatenblattrichtlinie 91/155/EWG wird aufgehoben und durch die Regelungen von REACH ersetzt. Die TRGS 220 verliert nach Inkrafttreten der REACH-Verordnung am 1.6.2007 ihre rechtliche und technische Basis, Sie wäre durch den AGS zu überarbeiten. Di ...

Stand: 07.06.2010

Dialog: 5156

Müssen mit REACH die Sicherheitsdatenblätter strukturell angepasst werden, auch wenn keine inhaltlichen Änderungen vorliegen?

Die Anforderungen an das Sicherheitsdatenblatt (SDB) sind in der REACH-Verordnung in Artikel 31 und Anhang II formuliert. Dabei wurden die bisherigen Anforderungen, die sich schon aus der Richtlinie 91/155 ergeben haben, übernommen und durch neue Angaben ergänzt. Weder in der RL 91/155 noch in der neuen Verordnung ist die Reihenfolge der Angaben verbindlich festgeschrieben. Es hat sich allerdings ...

Stand: 07.06.2010

Dialog: 5134

Welche Philosophie steckt hinter der Einordnung von Stoffen als Phase-in Stoffe, die in der EU hergstellt aber mind 15 Jahre nicht auf den Markt kamen?

Das Neustoffmeldeverfahren bezieht sich auf vermarktete Stoffe und REACH bezieht sich auch auf produzierte Stoffe. Es handelt sich bei den angesprochenen Phase-in Stoffen um nicht in EINECS gelistete Stoffe, die in Europa produziert, aber nicht vermarktet wurden. Hierzu gehören z. B. auch Stoffe, die in Europa produziert, aber von dem Unternehmen nur intern verwendet wurden (z. B. als Prozessstoff ...

Stand: 07.06.2010

Dialog: 5159

Wie wird ein gasgefährdeter Bereich definiert?

Als gasgefährdete Bereiche werden solche Bereich genannt, in denen arbeitsschutzrechtlich gefährliche Arbeiten vorliegen. Ob die Arbeitsbereiche oder Arbeiten als gefährlich eingestuft werden bzw. für welche dann weitergehende Maßnahmen getroffen werden müssen, muss die Gefährdungsbeurteilung ergeben. Zur Konkretisierung der Gefährdungsbeurteilung, wann eine Gefährdung bzw. eine gefährliche Arbeit ...

Stand: 04.06.2010

Dialog: 11172

Welche TRGS ist anzuwenden, wenn entsprechend der Info-Broschüre der BG BAU "Umgang mit Mineralwolle-Dämmstoffen", nicht die Freizeichnungskriterien des Anhangs IV Nr. 22 der GefStoffV erfüllt sind?

Alte Mineralwolle-Dämmstoffe, welche nicht unter die Freizeichnungskriterien nach Abs. 2 des Anh. IV Nr. 22 der Gefahrstoffverordnung fallen, sind bezüglich des Arbeitsschutzes grundsätztlich der TRGS 521 "Abbruch-, Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten mit alter Mineralwolle" (www.baua.de/TRGS) zuzuordnen. Es besteht natürlich auch die Möglichkeit durch Einzelanalysen alte, eingebaute Mineralwo ...

Stand: 26.05.2010

Dialog: 11112

Ist eine Zubereitung mit Xylol (10 %) noch hautresorptiv?

Wenn ein Gemisch 10 % Xylol enthält und keine weiteren gefährlichen Stoffe, ist es nicht mehr mit R20/21 zu kennzeichnen, da die Konzentrationsgrenze bei 12,5% liegt. Für die TRGS 401 ist die Einstufung der Zubereitung relevant und nicht die der einzelnen Inhaltsstoffe dieser Zubereitung. Z.B.: Für die Festlegung der Hautgefährdung einer Zubereitung sind nur die R-Sätze nach Anlage 4 der TRGS 401 ...

Stand: 26.05.2010

Dialog: 11116

Ist eine Legierung, welche nach dem Schmelzvorgang einer chemischen Reaktion unterworfen wird, immer noch eine `spezielle Zubereitung`?

Der Begriff "spezielle Zubereitung" ist weder in der REACH-Verordnung noch im EINECS definiert. Teilweise wird dieser Begriff für Legierungen verwendet. Gemäß Artikel 3 der REACH-Verordnung bezeichnet der Begriff Legierung metallische Verbindungen aus zwei oder mehr Elementen. Wird diese oxidiert, so handelt es sich nicht mehr um eine Legierung, da die Verbindung dann nicht mehr aus zwei oder mehr ...

Stand: 11.05.2010

Dialog: 5095

Ist ein Kühlschmierstoff ungefährlich, solange keine Amine dazukommen?

Beim Umgang mit Kühlschmierstoffen zu beachtende Anforderungen werden in der BGR 143 "Tätigkeiten mit Kühlschmierstoffen" und der BGI 658 "Hautschutz in Metallbetrieben" angeführt (http://www.dguv.de/inhalt/medien/datenbank/index.jsp).  Bezüglich nitrosierender Agenzien sind der § 16 (Herstellungs- und Verwendungsbeschränkungen) Abs. 1 und der Anhang II Nr. 4 (Kühlschmierstoffe) der Gefahrstoffver ...

Stand: 06.05.2010

Dialog: 10967

Ist die Verwendung von benzolfreiem Kraftstoff bei dem Einsatz von handgeführten Geräten grundsätzlich gesetzlich vorgeschrieben?

Herkömmlicher Ottokraftstoff und seine Gemische sind giftig und können Krebs erzeugen. Weiterhin sind sie hochentzündlich und umweltgefährlich. Die gesundheitliche Gefährdung wird durch den Einsatz von Sonderkraftstoffen vermindert. Diese weisen sich durch wesentlich reduzierte Schadstoffgehalte, insbesondere bezüglich Benzol, aus: So beträgt der Benzolgehalt maximal 0,1 Vol.- %, wohingegen herköm ...

Stand: 26.03.2010

Dialog: 10669

Ist für die Einstufung eines Reinigers als reizend oder ätzend neben dem Gehalt an NaOH auch der pH-Wert ausschlaggebend?

Der Hersteller oder Einführer hat Zubereitungen gemäß § 5 Abs. 2 der Gefahrstoffverordnung nach der Richtlinie 1999/45/EG einzustufen. Ätzende oder reizende Zubereitungen können nach Anhang II, Teil B, Nr. 4 dieser Richtlinie nach der konventionellen Methode (Berechnungsverfahren) eingestuft werden. Die Anwendung dieser Methode ist jedoch mit folgendem Hinweis verbunden: „Die Anwendung der konvent ...

Stand: 22.12.2009

Dialog: 9420

Müssen Batterieräume mit Augenspülflaschen und Notduschen ausgerüstet sein?

Im arbeitsschutzrechtlichen Vorschriften- und Regelwerk wird nur an wenigen Stellen explizit auf das Bereithalten von Not- und Augenduschen und Augenspülflaschen eingegangen. So finden sich nähere Erläuterungen zu Augenduschen und Augenspülflaschen unter Ziffer 6.6 der TRGS 526 "Laboratorien": "6.6 Notduschen 6.6.1 Körpernotduschen (1) In Laboratorien müssen mit Wasser - möglichst von Trinkwasserq ...

Stand: 16.12.2009

Dialog: 9921

Ist es zulässig, dass Laborabzüge und Abluftleitungen, in denen mit diversen Gefahrstoffen gearbeitet wird (auch cmr-Stoffe), von Laborpersonal gereinigt wird?

Der Umgang mit Gefahrstoffen unterliegt den Bestimmungen der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV). Generell gilt, dass der Arbeitgeber eine Tätigkeit mit Gefahrstoffen erst aufnehmen lassen darf, nachdem eine Gefährdungsbeurteilung vorgenommen wurde und die erforderlichen Schutzmaßnahmen getroffen wurden (§ 7 "Grundpflichten" Absatz 1 der GefStoffV). Zudem muss der Arbeitgeber sicherstellen, dass den ...

Stand: 14.12.2009

Dialog: 9848

Sind medizinische Untersuchungshandschuhe (Einweghandschuhe) aus Latex für den Umgang mit Gefahrstoffen (ätzende, sensibilisierende, CRM-Stoffe) zulässig?

Die Frage wird in den FAQ des Fachausschuss Persönliche Schutzausrüstung (PSA) folgendermaßen beantwortet: "Grundsätzlich ist ein "Einwegschutzhandschuh als medizinisches Einwegprodukt" kein Chemikalienschutzhandschuh. Ein Einsatz z. B. im Reinigungsgewerk in Krankenhäusern ist nicht zulässig. Auf dem Markt sind aber Einwegschutzhandschuhe verfügbar, die einen eingeschränkten Chemikalienschutz bie ...

Stand: 11.12.2009

Dialog: 9857

Was muss bei der Belüftung von Stickstoff-Behältnissen beachtet werden?

Stickstoff (mit 78 % natürlicher Bestandteil der Atmosphäre) besitzt keine gefährlichen Eigenschaften wie z.B. giftig oder ätzend. Das Ablassen in die Atmosphäre ist von daher unproblematisch. Hohe Stickstoffkonzentrationen von über 88 % verdrängen aber den Sauerstoff und können daher zur Erstickung führen, insbesondere in engen, schlecht belüfteten Arbeitsbereichen. An einem Arbeitsplatz sollte g ...

Stand: 10.12.2009

Dialog: 5319

Müssen Gerüstbauteile, nachdem sie mit asbesthaltigen Erzeugnissen in Kontakt gekommen sind, gereinigt werden?

Die von Ihnen geschildertern Tätigkeiten sind mittels eines geprüften Verfahrens für Arbeiten mit geringer Exposition gemäß Nummer 2.10 Abs. 8 TRGS 519 durchzuführen. Die genaue Beschreibung der Verfahren finden Sie in der BGI 664 `Verfahren mit geringer Exposition gegenüber Asbest bei Abbruch-, Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten`. Diese in der BGI 664 beschriebenen Arbeitsverfahren wurden vo ...

Stand: 07.12.2009

Dialog: 4847

Wie stark darf der Arbeitsplatz in einer Großbäckerei mit Mehlstaub belastet sein?

Bei Getreidemehlstäuben von Roggen und Weizen ist nach gesicherter wissenschaftlicher Erkenntnis von einer atemwegsensibilisierenden Wirkung auszugehen.  Diese Mehlstäube sind dementsprechend in der TRGS 907 - Verzeichnis sensibilisierender Stoffe, www.baua.de  aufgeführt. Bis heute lassen sich weder für die Induktion einer Allergie (Sensibilisierung) noch für die Auslösung einer allergischen Reak ...

Stand: 03.12.2009

Dialog: 9168

Müssen selbstgefertigte Abzugshauben für Lösemitteldämpfe sicherheitstechnisch überprüft werden? Sind wir als Hersteller besonderen Pflichten für die Herstellung unterworfen?

zu 1. die Prüfung der Abdeckhauben / Absaugung ist nach Betriebssicherheitsverordnung notwendig und sollte sich an der Prüfung von Laborabzügen orientieren. Bei ihrer Konstruktion ist besonders der Explosionsschutz zu beachten. Die lösemittelhaltigen Dämpfe in den Abdeckhauben könnten Konzentrationen erreichen, die eine explosionsfähige Atmosphäre bilden. Hier sollten Sie durch eine sicherheitstec ...

Stand: 16.11.2009

Dialog: 9134

Kann man im Sinne eines Expositionsverbotes bzw. Minimierungsgebotes nicht einfach fordern, dass in Laboratorien mit CMR-Stoffen generell unter einem Laborabzug gearbeitet werden muss?

Gefahrstoffrechtlich kann nicht gefordert werden, dass in Laboratorien bei Tätigkeiten mit CMR-Stoffen generell unter einem Laborabzug gearbeitet werden muss. Der Arbeitgeber hat allerdings die Möglichkeitin in einer Betriebsanweisung vorzuschreiben, dass bei Tätigkeiten mit CMR-Stoffen generell unter einem Laborabzug gearbeitet werden muss. Im Einzelfall sind zur Beurteilung der Gefahren jeweils ...

Stand: 16.11.2009

Dialog: 9182

Ab wann müssen potentielle SVHCs in Zubereitungen in den neuen Sicherheitsdatenblättern benannt werden?

zu Frage 1: Artikel 31 Absatz 1 der REACH-Verordnung besagt: (1) Der Lieferant eines Stoffes oder einer Zubereitung stellt dem Abnehmer des Stoffes oder der Zubereitung ein Sicherheitsdatenblatt nach Anhang II zur Verfügung, a) wenn der Stoff oder die Zubereitung die Kriterien für die Einstufung als gefährlich gemäß den Richtlinien 67/548/EWG oder 1999/45/EG erfüllt oder b) wenn der Stoff persiste ...

Stand: 23.10.2009

Dialog: 9283

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