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Ergebnisse 1 bis 20 von 20 Treffern

Kann ein Arbeitgeber nach längerer Arbeitsunfähigkeit von Beschäftigten auf einer Untersuchung durch den Betriebsarzt bestehen?

Ganz klar: nein !!Eine Duldungspflicht bezüglich arbeitsmedizinischer Untersuchungen gibt es nur im Strahlenschutz. Eine betriebsärztliche Untersuchung im Zusammenhang mit der Wiedereingliederung in den Arbeitsplatz kann lediglich als Angebot gemacht werden, eine Verpflichtung zur Teilnahme ist nicht gegeben, hierfür gibt es keinerlei rechtliche Grundlage.  In der Fragestellung wird nicht genau da ...

Stand: 30.09.2016

Dialog: 27577

Darf ein Betriebsarzt einzig anhand von vom Arbeitgeber zugänglich gemachten Belegen eine Aussage zur Dienstfähigkeit attestieren?

Ärzte und damit auch Betriebsärzte gehören zu dem schweigepflichtigen Personenkreis des §203 StGB. Im medizinischen Bereich fallen so unter den Tatbestand der Schweigepflicht unter anderem Untersuchungsergebnisse, Diagnosen und Verdachtsdiagnosen sowie durchgeführte Maßnahmen und auch alle anderen personenbezogenen Daten. Durch diese ärztliche Schweigepflicht wird das Recht auf informationelle Sel ...

Stand: 12.09.2016

Dialog: 27436

Inwiefern ist die gesetzlich geregelte Verpflichtung zur ärztlichen Schweigepflicht im Berufskrankheiten Verfahren eingeschränkt?

Die ärztliche Schweigepflicht ist sowohl im Strafgesetzbuch (§ 203 StGB) als auch in den Berufsordnungen der Landesärztekammern (§ 9 BO) geregelt. Der strafrechtlichen Schweigepflicht unterliegen auch die bei einem Arzt berufsmäßig tätigen Beschäftigten und die Personen, die zur Vorbereitung auf den Beruf an der ärztlichen Tätigkeit teilnehmen, wie etwa die medizinischen Fachangestellten. Der Arzt ...

Stand: 13.02.2014

Dialog: 20378

Was ist zu tun, wenn mein Mitarbeiter vermehrt über Rückenschmerzen klagt und er die weitere Tätigkeit für nicht zumutbar hält.

 Für den Arbeitsplatz ist bezogen auf die Arbeitstätigkeit eine Gefährdungsbeurteilung nach § 5 Arbeitsschutzgesetz durchzuführen.  "Beurteilung der Arbeitsbedingungen (1) Der Arbeitgeber hat durch eine Beurteilung der für die Beschäftigten mit ihrer Arbeit verbundenen Gefährdung zu ermitteln, welche Maßnahmen des Arbeitsschutzes erforderlich sind......... (3) Eine Gefährdung kann sich insbesonder ...

Stand: 06.07.2009

Dialog: 4739

Gibt es Richtlinien/Empfehlungen für den Einsatz von HIV-positiven Personen in der Alten- und Krankenpflege?

Für den Umgang mit HIV-positiven Personen ist der Ratgeber des Robert-Koch-Institutes: HIV/AIDS, RKI-Ratgeber Infektionskrankheiten – Merkblatt für Ärzte relevant. Die Publikation erfolgt im Epidemiologischen Bulletin und im Internet unter ...

Stand: 23.08.2008

Dialog: 4179

Wer beurteilt die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, wenn ein Arbeitnehmer länger als 6 Wochen erkrankt ist?

Die Feststellung der Arbeitsunfähigkeit ist ausdrücklich nicht Aufgabe des Betriebsarztes. Im § 3 Abs.3 Arbeitssicherheitsgesetz ist sogar geregelt, dass es nicht zu den Aufgaben des Betriebsarztes gehört, Krankmeldungen der Arbeitnehmer auf ihre Berechtigung zu überprüfen. Die Feststellung der Arbeitsunfähigkeit erfolgt auf dem dafür vorgesehenen Vordruck durch den Vertragsarzt (früher Kassenarzt ...

Stand: 04.01.2007

Dialog: 5172

Was passiert, wenn der Amtsarzt eine gegenteilige Meinung zu der des Facharztes/Betriebsarztes hat?

Für die neue Rente wegen Erwerbsminderung ist grundsätzlich das gesundheitliche Leistungsvermögen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt maßgebend. Es wird von einem Arzt im Auftrag der Rentenversicherung festgestellt. Es ist durchaus denkbar, dass sich Auffassungsunterschiede bei der medizinischen Beurteilung zwischen Hausarzt, Facharzt und Betriebsarzt sowie von der Rentenversicherung beauftragtem Arz ...

Dialog: 1319

Wann ist eine Infektion ein Arbeitsunfall und wann eine Berufskrankheit?

Definitionsgemäß handelt es sich bei einem Arbeitsunfall um eine Körperschädigung durch eine plötzlich (definitionsgemäß längstens innerhalb einer Arbeitsschicht) auftretende Einwirkung auf den Körper von außen. Der Unfall muss bei versicherter Tätigkeit auftreten. Die Schädigung muss kausal auf die Einwirkung zurückzuführen sein, z. B. Fraktur eines Unterarmes durch einen Sturz. Nach der Definiti ...

Dialog: 1780

Welche Untersuchungsmöglichkeiten gibt es bei Isopropylalkoholverätzungen zur Feststellung einer Berufserkrankung der Atemwege?

Isopropylalkohol verursacht keine Verätzungen. Die Verbindung weist eine geringe Inhalationstoxizität auf. Bei Exposition mit Isopropylalkohol werden die Atemwege gereizt. Dies kann zu einem hyperreagiblen Bronchialsystem im Sinne eines allergischen Asthmas führen. Verätzungen der Atemwege werden von einem Facharzt,z.B. Pneumologen,diagnostisch abgeklärt. Durchzuführende Untersuchungen wären u.a. ...

Dialog: 166

Gibt es außer SGB III, SGB V, SGB IX und ArbSchG noch andere gesetzliche Grundlagen für die Rehabilitation?

Gesetzliche Grundlage für berufliche Rehabilitation sind in erster Linie das SGB IX, Gesetz zur Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen einschließlich des Schwerbehindertenrechts, sowie das SGB III, das Regelungen zur Arbeitsförderung beinhaltet. Unter Rehabilitation versteht man alle Maßnahmen, die darauf abzielen, körperliche Schäden oder Gesundheitsschäden zu beseitigen bzw. zu mindern ...

Dialog: 2175

Ist eine Anerkennung einer HIV-Infektion bei einem Medizinstudenten im `Praktischen Jahr` möglich?

Die Möglichkeit der Anerkennung einer HIV-Infektion als BK besteht über die BK-Ziffer 3101 (Infektionskrankheiten, wenn der Versicherte im Gesundheitsdienst, in der Wohlfahrtspflege oder in einem Laboratorium tätig oder durch eine andere Tätigkeit der Infektionsgefahr in ähnlichem Maße besonders ausgesetzt war). Bedingung ist, dass die Versicherten infolge der Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit ...

Dialog: 2362

Kann ein Zusammenhang zwischen der Erkrankung an Leberzirrhose und der Beschäftigung in einer Verzinkerei bestehen?

Ein ursächlicher Zusammenhang zwischen einer Leberzirrhose und der Tätigkeit in einer Verzinkerei ist nicht anzunehmen. Das Verzinken gehört zu den galvanischen Beschichtungsverfahren. Beim cyanidischen Verzinken wird Zink galvanisch aus einem Elektrolyten, hergestellt aus Zinkoxid, Kaliumcyanid und Natriumhydroxid abgeschieden. Die Aerosolbildung - und damit die Belastung der Atemluft – ist verfa ...

Dialog: 2537

Ist die Aussage wirklich bewiesen, dass sich durch ständiges Arbeiten am Bildschirm die Dioptrien-Werte verschlechtern?

Zunächst kurz die Erläuterung von zwei wichtigen Begriffen: 1. Sehkraft: Die Sehkraft ist die Fähigkeit des Auges, Licht wahrzunehmen. 2: Sehschärfe: Die Sehschärfe ist die Fähigkeit ein scharfes Bild wahrzunehmen. Beide Begriffe kann man als Sehfähigkeit zusammenfassen. Nun zur Antwort: Die Sehfähigkeit wird - so der aktuelle wissenschaftliche Kenntnisstand - durch die Anforderungen beim Sehen ni ...

Dialog: 2789

Welche beruflichen Ursachen könnten für eine beidseitige wannenförmige Innenohrschwerhörigkeit vorliegen?

Die Bezeichnung „wannenförmige Innenohrschwerhörigkeit“ beschreibt einen relativ seltenen Verlauf einer Tonschwellenkurve. In diesem Fall besteht ein relativ gutes Hörvermögen im Bereich der tiefen und hohen Frequenzen und ein schlechtes Hörvermögen über den gesamten mittleren Frequenzbereich. Dies bedeutet, dass in diesem Fall der Sprachbereich besonders betroffen ist. Gelegentlich findet man ein ...

Dialog: 2604

Muss eine Tuberkulin-Konversion als Berufskrankheit gemeldet werden?

Eine Tuberkulin-Konversion muss von Betriebsärzten nach § 202 Sozialgesetzbuch SGB VII gemeldet werden. Dies muss unabhängig vom Willen des Probanden geschehen - es untersteht folglich nicht der Schweigepflicht des Betriebsarztes. Die Tuberkulin-Konversion ist jedoch nur dann anzuzeigen, wenn dies anhand eines Mendel-Mantoux-Testes festgestellt worden ist. (Eine etwaige Konversion, die mit dem der ...

Dialog: 3976

Kann es sein, dass eine Zahnarzthelferin nach 3 Jahren Lehre und 1 Jahr Berufstätigkeit eine Quecksilbervergiftung hat?

Gefahrenquellen für die Entstehung einer Berufserkrankung durch Quecksilber bestehen bei der Gewinnung, Rückgewinnung, Verarbeitung, Verpackung, Transport und Verwendung von Quecksilber. Insbesondere gilt dies dann, wenn Quecksilber verschüttet und der farb- und geruchlose Quecksilberdampf oder quecksilberhaltige Staub eingeatmet wird. Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch und Beachtung der Arbeitsschut ...

Dialog: 4337

Besteht bei Malern und Lackierern, die bereits seit 1960 im Beruf tätig sind, ein erhöhtes Risiko an Blasenkrebs zu erkranken?

Grundsätzlich können Schleimhautveränderungen, Krebs oder andere Neubildungen der Harnwege durch krebserzeugende aromatische Amine verursacht werden und bei Vorliegen der versicherungsrechtlichen Voraussetzungen als Berufserkrankung nach der BK-Ziffer 1301 der geltenden Berufskrankheiten-Verordnung anerkannt werden. Das Urothelkarzinom der Harnblase zählt zu den genannten Erkrankungen. Eine Exposi ...

Dialog: 5154

Welche Kriterien gelten für die Erfüllung der arbeitstechnischen Voraussetzungen im Rahmen eines BU-Verfahrens gemäß BKV 2108?

Tatsächlich gibt es branchenbezogen unterschiedliche Systeme nach denen beurteilt wird, ob eine Berufskrankheit gemäß der Ziffer 2108 der Anlage zur Berufskrankheiten-Verordnung vorliegt. Die Informationen über das jeweilige Verfahren sollten daher beim zuständigen Siehe Teil 1          Siehe Teil 3Merkblatt zur BK Nr. 2108zusätzlicher Literaturverweis  :  Auswahlkriterien nach G46 in ASU 10/2005B ...

Dialog: 445

Inwieweit ist ein Rettungssanitäter mit einer erstmalig aufgetretenen Hautveränderung vermehrt infektionsgefährdet?

Solange die Haut intakt und nicht aufgekratzt ist, ist eine vermehrte Infektionsgefährdung nicht gegeben. Im übrigen müssen im Rettungsdienst als Schutz gegen die Infektionsgefährdung u.a. Schutzhandschuhe getragen werden (siehe hierzu die TRBA 250 "Biologische Arbeitsstoffe im Gesundheitswesen und in der Wohlfahrtspflege" und die TRBA 500 "Allgemeine Hygienemaßnahmen-Mindestanforderungen").Die te ...

Dialog: 5232

Wie läuft ein Antrag auf Berufskrankheiten ab?

Eine Berufskrankheit (BK) wird im Regelfall durch den behandelnden Arzt gemeldet (§ 202 SGB VII i.V.m. § 3 Abs. 1 der Unfallversicherungs-Anzeigeverordnung UVAV). Der Unternehmer hat nach § 3 Abs. 2 UVAV ebenfalls eine Anzeige bei Verdacht einer BK aufzugeben (§ 193 Abs. 2 Sozialgesetzbuch VII - SGB VII)Grundsätzlich kann eine Berufskrankheitenmeldung auch durch den Versicherten, Familienangehörig ...

Dialog: 4479