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Gibt es für die Reinigung eines stark mit Taubenkot verschmutzten Kirchturms bestimmte Auflagen und Vorschriften in Bezug auf den Arbeits- und Gesundheitsschutz?

KomNet Dialog 8414

Stand: 12.08.2009

Kategorie: Belastungen durch Biostoffe > Schutzmaßnahmen beim Umgang mit Biostoffen > Allgemeine Schutzmaßnahmen (6.)

Dialog
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Frage:

Mitarbeiter eines Bauhofes sollen einen innen stark mit Taubenkot verschmutzten Kirchturm reinigen. Welche Auflagen und Vorschriften in Bezug auf den Arbeits- und Gesundheitsschutz sind zu beachten?

Antwort:

Reinigungsarbeiten an/in Gebäuden und Einrichtungen, die mit Taubenkot verunreinigt sind, sind nicht gezielte Tätigkeiten im Sinne der Biostoffverordnung mit Arbeitsstoffen unterschiedlicher Risikogruppen. Im Taubenkot sind viele Infektionserreger enthalten, die u.a. Lungen- oder Darmerkrankungen verursachen können. Die relevanten Arbeitsschutzmaßnahmen zur Beseitigung von Taubenkot können sie der BGI 892"Gesundheitsgefährdungen durch Taubenkot - Handlungsanleitung zur Gefährdungsbeurteilung nach Biostoffverordnung (BioStoffV)" und zum Teil der BGI 858 "Gesundheitsgefährdung durch biologische Arbeitsstoffe bei der Gebäudesanierung - Handlungsanleitung zur Gefährdungsbeurteilung nach der Biostoffverordnung (BioStoffV)" entnehmen (http://publikationen.dguv.de).
Weitere Angabe (z.B. Betriebsanweisungen) können sie dem Branchenportal der Verwaltungs-BG zu Kirchen entnehmen (http://www.vbg.de).
Bei der Durchführung der Gefährdungsbeurteilung und bei der Klärung der notwendigen arbeitsmedizinischen Vorsorge für die Mitarbeiter sollte der Betriebsarzt hinzugezogen werden.
Nützliche Informationen finden sie auch unter:
http://www.lsv.de   
http://www.bgbau.de/koop/forschung/downloads/sd-taubenkot.pdf/at_download/file