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KomNet-Wissensdatenbank

Ist beim Umgang mit Airbags eine Sachkunde nachzuweisen und ist eine Anzeige notwendig?

KomNet Dialog 745

Stand: 13.07.2016

Kategorie: Gesunde Arbeit / Arbeitsschutz > Sprengstoffe, Pyrotechnik > Zulassungen, Genehmigungen, Anzeigen, Sachkunde

Dialog
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Frage:

Beim Umgang mit Airbags und Gurtstraffern müssen die Mitarbeiter Sachkunde nachweisen. Im Sprengstoffgesetz ist vom Erlaubnisinhaber und von verantwortlichen Personen die Rede. 1.Muss der Betriebsinhaber Sachkunde nachweisen ? 2.Was muss beim Staatlichen Amt für Arbeitsschutz angezeigt werden ?

Antwort:

zu 1.) Beim Umgang mit Airbags und Gurtstraffern muss der Betriebsinhaber selbst keinen Sachkundenachweis erbringen, wenn dieser nicht mit Airbags und Gurtstraffern umgeht. Jedoch wird dies von den Mitarbeitern verlangt, die hiermit umgehen (z.B. der Kraftfahrzeugmonteur). Die Sachkunde wird in einer ca. 6-stündigen Schulung vermittelt. Eine weitergehende Sachkunde wird natürlich beim Umgang mit Airbags und Gurtstraffern der Klasse T2 gefordert.

zu 2.) Jeder Unternehmer, in dessen Betrieb mit Airbags und Gurtstraffern umgegangen wird, hat dies zuvor der für den Betriebssitz zuständigen Arbeitsschutzbehörde ((in NRW sind dies die Arbeitsschutzdezernate der Bezirksregierungen und in Hamburg das Amt für Arbeitsschutz) unter gleichzeitiger Benennung der geschulten Person nach § 14 Sprengstoffgesetz anzuzeigen. Diese Anzeige wird von der Arbeitsschutzbehörde schriftlich bestätigt.