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KomNet-Wissensdatenbank

Welcher Atemschutz ist beim Umgang mit Blei und Bleirauchen erforderlich?

KomNet Dialog 6773

Stand: 04.12.2008

Kategorie: Sichere Anlagen / Sicherer Betrieb > Persönliche Schutzausrüstung (PSA) > Suche nach spezieller PSA

Dialog
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Frage:

Welcher Atemschutz (Maske, Filter, ...) ist beim Umgang mit Blei und Bleirauchen erforderlich?

Antwort:

Zunächst hat der Arbeitgeber durch eine Gefährdungsbeurteilung Maßnahmen zu ermitteln, die für den Arbeitsschutz erforderlich sind (§ 5 Arbeitsschutzgesetz, § 7 Gefahrstoffverordnung). Eine Muster-Gefährdungsbeurteilung ist in Anlage 1 der aktuellen TRGS 505 "Blei" aufgeführt. Weitere Informationen können sie der BGI 843 "Gefahren beim Umgang mit Blei und seinen anorganischen Verbindungen" entnehmen.
Nähere Hinweise zu den notwendigen Schutzmaßnahmen bei Tätigkeiten mit bleihaltigen Gefahrstoffen sind in Nummer 4.2 der TRGS 505 beschrieben. Bei allen unter Nummer 3 der TRGS 505 genannten Tätigkeiten ist die geeignete persönliche Schutzausrüstung (PSA) nach § 9 Abs. 2 und 3 GefStoffV auszuwählen, bereitzustellen und von den Beschäftigten zu nutzen (BGR 189 ff.). Nach der BGR 843 ist eine Filtermaske der Klassifizierung FFP2 bzw. andere Atemschutzgeräte mit identischer Schutzstufe erforderlich. Die zur Verfügung gestellten persönlichen Schutzausrüstungen sind von den Beschäftigten bestimmungsgemäß zu verwenden (§ 15 Abs. 2 ArbSchG). Schließlich sind bei den Beschäftigten regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen durchzuführen und es ist eine Betriebsanweisung nach Gefahrstoffverordnung zu erstellen (siehe z.B. Anlage 3 der TRGS 505). Die Veranlassung oder das Angebot von Vorsorgeuntersuchungen sind in §§ 14 GefStoffV in Verbindung mit dem Anhang der ArbMedVV  geregelt.