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KomNet-Wissensdatenbank

Ist bei einem Einsatz eines Fremdfirmenmitarbeiters immer ein Koordinator erforderlich, unabhängig von dem Einsatzvolumen?

KomNet Dialog 6742

Stand: 12.12.2008

Kategorie: Gesunde Arbeit / Arbeitsschutz > Arbeitszeit, Arbeitsbedingungen > Arbeitnehmerüberlassung, Fremdfirmeneinsatz

Dialog
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Frage:

Ist bei einem Einsatz eines Fremdfirmenmitarbeiters immer ein Koordinator erforderlich? Gilt das auch bei Kleinstaufträgen, wenn z.B. eine Lampe in einem Büro durch eine Fremdfirma ausgetauscht werden soll?

Antwort:

Die Unfallverhütungsvorschrift BGV A 1 (§ 5 Abs. 3) fordert bei der Erteilung von Aufträgen an ein Fremdunternehmen, dass Tätigkeiten mit besonderen Gefahren durch Aufsichtsführende überwacht werden. Dies hat der Unternehmer (Auftraggeber) sicherzustellen. Was beispielhaft Täigkeiten mit besonderern Gefahren sind, wird in den Ausführungen in Ziffer 2.4.3 der BGR A1 erläutert. Vergleiche für Tätigkeiten mit Gefahrstoffen auch § 17 Abs. 2 der Gefahrstoffverordnung.

Wenn allerdings eine fortdauernde Beauftragung einer Fremdfirma besteht, in der immer wieder kleinere Arbeiten durchgeführt werden, sollte dies durch einen Koordinator begleitet werden.

Ausführliche Erläuterungen zu den bei Vertragsarbeit zu beachtenden Punkten werden mit der Handlungshilfe "Arbeitsschutz bei Vertragsarbeit" gegeben (http://www.callnrw.de/broschuerenservice/download/546/EDITA_9.pdf).

Rechtsvorschriften zum Arbeitsschutz können sie unter  einsehen. Unfallverhütungsvorschriften können unter http://publikationen.dguv.de  recherchiert werden.

http://www.arbeitsschutz.nrw.de/service/rechtsvorschriften/index.php