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KomNet-Wissensdatenbank

Kann ein Arzt die Frist von drei Jahren für Vorsorgeuntersuchungen nach eigenem Ermessen verlängern?

KomNet Dialog 6637

Stand: 12.12.2008

Kategorie: Gesundheitsschutz > Arbeitsmedizinische Vorsorge > Untersuchungspflichten

Dialog
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Frage:

Ein Feuerwehrmann hat im März 2008 die G 26 Untersuchung durchführen lassen. Laut ärztlicher Bescheinigung muss er erst im März 2012 zur Folgeuntersuchung, nicht schon nach drei Jahren - wie sonst wohl üblich - im März 2011. Ich vermute, der Arzt hat sich verschrieben. Meine Frage lautet: Ist die Frist von drei Jahren (oder weniger) zwingend einzuhalten, oder kann der Arzt nach eigenem Ermessen die Frist auf vier Jahre verlängern?

Antwort:

Die BGI 504-26 Atemschutzgeräte sieht für Nachuntersuchungen eine Frist von längstens 36 Monaten vor. Die Frist kann verkürzt, aber nicht verlängert werden.
Auszug: Vorzeitige Nachuntersuchungen sind zu veranlassen, falls bei einer Untersuchung Befunde erhoben werden, die eine kürzere, vom ermächtigten Arzt dann zu bestimmende, Nachuntersuchungsfrist angeraten erscheinen lassen.
In der BGI 504-0 wird ebenfalls ausgeführt: Vorzeitige Nachuntersuchungen, unabhängig von den in der Tabelle genannten Fristen, können vom ermächtigten Arzt veranlasst werden.

Der Arzt sollte auf die von ihm angegebene längere Nachuntersuchungsfrist angesprochen werden.