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KomNet-Wissensdatenbank

Darf eine werdende Mutter Urinuntersuchungen durchführen?

KomNet Dialog 5357

Stand: 21.12.2010

Kategorie: Besondere Zielgruppen > Werdende und stillende Mütter > Beschäftigungsverbote und -beschränkungen

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Frage:

Ich bin in der 8. Woche schwanger und arbeite in einer Arztpraxis. Mein Arbeitgeber läßt mich nun jedoch weiterhin Urinuntersuchungen durchführen. Ich habe Angst mich anzustecken und so mich und das Ungeborene zu gefährden.

Antwort:

Der Umgang mit Urin fällt nicht unter ein generelles Beschäftigungsverbot gemäß Mutterschutzgesetz oder Mutterschutzarbeitsverordnung. Voraussetzung ist, dass geeignete persönliche Schutzausrüstung genutzt wird (siehe auch Merkblatt Mutterschutz in medizinischen Laboratorien).
Entscheidend ist das Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung gemäß Mutterschutzrichtlinieverordnung, die der Arbeitgeber ggf. mit Unterstützung eines Arbeitsmediziners (Betriebsarztes) durchführen sollte.
Hinweis: Der Arbeitgeber handelt ordnungswidrig, wenn er eine werdende Mutter beschäftigt, ohne dass er eine Gefährdungsbeurteilung durchgeführt und die werdende Mutter über das Ergebnis unterrichtethat (§ 6 MuSchArbV) .