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KomNet-Wissensdatenbank

Welche baulichen Auflagen sind zu erfüllen, um portable Röntgengeräte einsetzen zu dürfen?

KomNet Dialog 4797

Stand: 30.10.2006

Kategorie: Physikalische Belastungen und Beanspruchungen > Ionisierende Strahlung > Röntgeneinrichtungen, Störstrahler

Dialog
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Frage:

Es werden vermehrt portable Röntgengeräte für die Zahnheilkunde angeboten, eine sicherlich sinnvolle Ergänzung in Praxen wie auch im Aussendienst (Altersheim, Schuluntersuchungen etc). Frage: Welche baulichen Auflagen sind mindestens zu erfüllen, um die Geräte mobil einzusetzen ? Die Geräte sind CE-zertifiziert.

Antwort:

Die Ermittlung des baulichen Strahlenschutzes erfolgt nach der DIN 6812. Normen erhalten sie beim Beuth-Verlag (www.beuth.de).

Befinden sich in einer Entfernung von kleiner oder gleich 1,50 m Abstand vom Röntgenstrahler nur Aufenthaltsplätze von beruflich strahlenexponierten Personen, ist eine Abschirmung nicht erforderlich. Die Röntgeneinrichtung muss über einen Auslöseschalter verfügen, der in mindestens 1,50 m Abstand vom Patienten und dem Röntgenstrahler ausgelöst werden kann.

Nach der Röntgenverordnung dürfen Röntgeneinrichtungen grundsätzlich nur in allseits umschlossenen Räumen betrieben werden. Für an den Röntgenraum angrenzende Aufenthaltsplätze von Personen, die nicht unmittelbar mit dem Betrieb der Röntgeneinrichtung beschäftigt sind (Personen in der Anmeldung, Schreibkräfte usw.), ist zu prüfen, ob die vorhandenen Wände des Röntgenraumes eine ausreichende Abschirmung bieten. Bei gemauerten Wänden und einem Abstand von 1,50 m und mehr zwischen dem Röntgenstrahler und dem Aufenthaltsplatz (Wand) ist dies der Fall. Bei geringeren Abständen und anderen Baumaterialien (Trennwände aus Holz usw.) ist die erforderliche Abschirmung nach DIN 6812 zu ermitteln.