Inhaltsbereich
Seitentitel

KomNet-Wissensdatenbank

Darf ein medizinisch-technischer Röntgenassistent in der medizinischen Röntgendiagnostik stellvertretender Strahlenschutzbeauftrager sein?

KomNet Dialog 2551

Stand:

Kategorie: Physikalische Belastungen und Beanspruchungen > Ionisierende Strahlung > Strahlenschutzorganisation

Dialog
Favorit

Frage:

Ist es möglich im Bereich der medizinischen Röntgendiagnostik auch einen medizinisch-technischen Röntgenassistenten als stellvertretenden Strahlenschutzbeauftragen einzusetzen? Welche Voraussetzungen muß dieser erfüllen, z.B. Kurse? Oder ist die Approbation als Arzt erforderlich, um diese Aufgabe wahrzunehmen? Danke!

Antwort:

Ein medizinisch-technischer Röntgenassistent darf nicht die Aufgaben als stellvertretender Strahlenschutzbeauftragter wahrnehmen. Der § 13 Abs. 3 Röntgenverordnung (RöV) fordert: `Es dürfen nur Personen zu Strahlenschutzbeauftragten bestellt werden, bei denen keine Tatsachen vorliegen, aus denen sich Bedenken gegen ihre Zuverlässigkeit ergeben, und die die erforderliche Fachkunde im Strahlenschutz besitzen`. Der § 3 Abs. 3 RöV präzisiert die Voraussetzungen zum Betrieb einer Röntgeneinrichtung zur Anwendung am Menschen: `Der Antragsteller oder der von ihm bestellte Strahlenschutzbeauftragte ist als Arzt oder Zahnarzt approbiert oder ihm ist die vorübergehende Ausübung des ärztlichen oder zahnärztlichen Berufs erlaubt`. Somit kann zum Strahlenschutzbeauftragten bei der Anwendung von Röntgenstrahlung am Menschen nur eine Person bestellt werden, die eine Approbation als Arzt, die Fachkunde im entsprechenden Gebiet der Röntgentätigkeit und die Zuverlässigkeit nachgewiesen hat. Stand: 27.04.2004