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Welche Schritte müssen im Rahmen von REACH unternommen werden, um Reineisen (Reinheit >99 %) importieren zu können ?

KomNet Dialog 43334

Stand: 13.11.2020

Kategorie: Sichere Chemikalien > Registrierung > Registrierungspflichtige Stoffe

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Frage:

Welche Schritte müssen im Rahmen von REACH unternommen werden, um Reineisen (Reinheit >99 %) importieren zu können ?

Antwort:

Der Import von >1 t Reineisen innerhalb eines Jahres ist registrierungspflichtig.


Wenn Sie selbst importieren wollen, müssen Sie vorher eine REACH-Registrierung vornehmen. Ausnahme: Ihr Lieferant (außerhalb der EU) hat einen Alleinvertreter bestellt, der seinerseits die entsprechende Registrierung vorgenommen hat. Das müsste Ihnen Ihr Lieferant ausdrücklich bestätigen – unter Nennung des Alleinvertreters und dessen Registrierungsnummer. Dann könnten Sie ohne weiteres von jenem Lieferanten importieren.


Die eigene REACH-Registrierung umfasst folgende Schritte:

1.      Erstellung eines elektronischen Zugangs bei der ECHA (schnell und kostenlos).

2.      Einreichung einer förmlichen Anfrage („Inquiry“) zu dem betreffenden Stoff, mit ausführlichem Analysenbericht; dies ist ebenfalls gebührenfrei.

3.      Nach Erhalt der Anfrage-Nummer und der Kontaktdaten des federführenden Registranten: Erwerb des Datenzugangs („Letter of Access“) zu den für Ihre Registrierung erforderlichen Stoffdaten (abhängig von der zu registrierenden Menge).

4.      Nach Erhalt der elektronischen Zugangsberechtigung („Token“): Beitritt zur gemeinsamen Registrierung („Joint Submission“).

5.      Erstellung des (Mit-)Registrierungsdossiers im IUCLID-Format (kann auch online geschehen).

6.      Einreichung bei der ECHA, Zahlung der Registrierungsgebühr.

7.      Erhalt der Registriernummer, die zum Import der registrierten Menge berechtigt.


Die Registrierung muss vor dem ersten Import (von mehr als 1 t) abgeschlossen sein. Die Kommunikation mit der ECHA erfolgt in Englisch; daher sind hier die jeweiligen Stichworte in Klammern genannt.


Da es für Eisen bereits mehr als 500 Registranten gibt (welche sich die Kosten für die Stoffdaten teilen), sollte der Datenzugang (Punkt 3) nicht übermäßig teuer sein. Die Registrierungsgebühr bei der ECHA (Punkt 6) richtet sich nach der zu registrierenden Stoffmenge und der eigenen Unternehmensgröße.