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Betrifft die Pflicht- bzw. Angebotsvorsorgen bei Feuchtarbeiten nur Chemikalienschutzhandschuhe (z.B. Nitril) oder betrifft es z.B. auch Strickhandschuhe oder Lederhandschuhe?

KomNet Dialog 42371

Stand: 27.07.2018

Kategorie: Gesundheitsschutz > Arbeitsmedizinische Vorsorge > Untersuchungspflichten

Dialog
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Frage:

Im Anhang der ArbMedVV Teil 1 sind die Pflicht- bzw. Angebotsvorsorgen bei Feuchtarbeiten aufgeführt. Nach meiner Kenntnis zählen hierzu auch Tätigkeiten mit Schutzhandschuhen von mehr als 2 bzw. mehr als 4 Stunden pro Tag. Betrifft das nur Chemikalienschutzhandschuhe (z.B. Nitril), da diese dicht abschließen und der Mitarbeiter entsprechend schwitzt? Oder betrifft es z.B. auch Strickhandschuhe oder Lederhandschuhe, die gegen leichte mechanische Gefährdungen bzw. in staubhaltiger Umgebung schützen?

Antwort:

Der Begriff Feuchtarbeit ist in der TRGS 401 „Gefährdung durch Hautkontakt – Ermittlung, Beurteilung, Maßnahmen“ in Nr. 2.5 Feuchtarbeit wie folgt bestimmt:

„Tätigkeiten, bei denen die Beschäftigten einen erheblichen Teil ihrer Arbeitszeit Arbeiten im feuchten Milieu ausführen oder flüssigkeitsdichte Handschuhe tragen oder häufig oder intensiv ihre Hände reinigen, sind Feuchtarbeit.“

 

Strick- oder Lederhandschuhe sind keine flüssigkeitsdichten Handschuhe. Tätigkeiten mit diesen Handschuhen sind keine Feuchtarbeit. Eine arbeitsmedizinische Vorsorge zur Feuchtarbeit ist daher nicht erforderlich.