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KomNet-Wissensdatenbank

Gibt es Informationen über die Gefährdung durch Hundekot beim Rasenmähen?

KomNet Dialog 4204

Stand: 20.10.2016

Kategorie: Gesunde Arbeit / Arbeitsschutz > Belastungen durch Biostoffe > Gefährdungen, Belastungen (6.2)

Dialog
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Frage:

Bei einer Betriebsbegehung wurden wir auf die Gefährdungen beim Rasenmähen durch zerstäubten Hundekot hingewiesen. Es wird eine potentielle Gefährdung durch `biologische Arbeitsstoffe` unterstellt, die eine Gefährdungsbeurteilung gem. BioStoffV erforderlich macht. Gibt es zu diesem Themenkomplex bereits Erfahrungen, Handlungsanleitungen oder sonstige Informationen?

Antwort:

Durch Hundekot können zahlreiche Bakterien oder auch z. B. Bandwürmer übertragen werden.
Bei Grünanlagen, die durch Hundekot verunreinigt sind, werden die mit Mäharbeiten beschäftigten Personen Gefährdungen ausgesetzt. Diese Arbeiten fallen unter die Biostoffverordnung -BioStoffV-.
Die Gartenbauberufsgenossenschaft behandelt dieses Thema in der Broschüre GBG 17.1: "Die Biostoffverordnung, Bedeutung für den Gartenbau"

Als Maßnahmen werden folgende Punkte genannt:
• In besonders belasteten Bereichen Abstimmung des Arbeitsverfahrens, das das Aufwirbeln oder Umherschleudern von Kot reduziert oder vermeidet (möglichst nicht Laubbläser/-sauger verwenden, bzw. Rasenmäher oder Freischneider mit Schutzkonstruktionen wie Prallschürzen o.ä. ausrüsten),
• in gefährdeten Bereichen geeigneten Handschutz verwenden (z. B. bei der Laubaufnahme per Hand),
• Hygiene- und Hautreinigungsmaßnahmen ermöglichen (insbesondere vor der Einnahme von Mahlzeiten),
• direkten Kontakt vermeiden.