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KomNet-Wissensdatenbank

Gibt es eine Vorschrift die besagt, dass Computermonitore nicht länger als 6 Jahre betrieben werden dürfen?

KomNet Dialog 3962

Stand:

Kategorie: Gestaltung von Arbeitsplätzen > Bildschirmarbeitsplätze > Sonstige Fragen zur Bildschirmarbeit

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Frage:

Gibt es eine Vorschrift, die besagt, dass Computermonitore nicht länger als 6 Jahre betrieben werden dürfen. Einer unserer Mitarbeiter brachte diese Information von einem Seminar bei einem Softwarehersteller mit.

Antwort:

Eine Vorschrift, die die Aussage der Fragestellung stützt, ist hier nicht bekannt. Die Nutzungsdauer von Monitoren ist nicht an eine bestimmte Frist gebunden.

Vielmehr ist wichtig, darauf zu achten, dass Bildschirme/Monitore für den Einsatzzweck geeignet sind und bestimmten Mindestanforderungen an die Qualität (Strahlung, Zeichendarstellung, Ergonomie, etc.) entsprechen.

Grundlage ist die Bildschirmarbeitsverordnung, die in ihrem Anhang (Nr. 1-5, Nr. 18 und 19) Anforderungen an Bildschirmarbeitsplätze bzw. Bildschirme (Monitore) stellt:
1. Die auf dem Bildschirm dargestellten Zeichen müssen scharf, deutlich und ausreichend groß sein sowie einen angemessenen Zeichen- und Zeilenabstand haben.
2. Das auf dem Bildschirm dargestellte Bild muß stabil und frei von Flimmern sein; es darf keine Verzerrungen aufweisen.
3. Die Helligkeit der Bildschirmanzeige und der Kontrast zwischen Zeichen und Zeichenuntergrund auf dem Bildschirm müssen einfach einstellbar sein und den Verhältnissen der Arbeitsumgebung angepaßt werden können.
4. Der Bildschirm muss frei von störenden Reflexionen und Blendungen sein.
5. Das Bildschirmgerät muss frei und leicht drehbar und neigbar sein.
18. Die Arbeitsmittel dürfen nicht zu einer erhöhten Wärmebelastung am Bildschirmarbeitsplatz führen, die unzuträglich ist. Es ist für eine ausreichende Luftfeuchtigkeit zu sorgen.
19. Die Strahlung muß - mit Ausnahme des sichtbaren Teils des elektromagnetischen Spektrums - so niedrig gehalten werden, daß sie für Sicherheit und Gesundheit der Benutzer des Bildschirmgerätes unerheblich ist.

Weitergehende Erläuterungen zu Anforderungen an Bildschirmen/Monitoren werden auf den Internetseiten  www.ergo-online.de  angeboten.

Das Institut ASER in Wuppertal hat auf seiner Homepage (unter Praxis-Instrumente) einen Bildschirm-Fragebogen online konzipiert, der Erläuterungen zu zahlreichen Fragen rund um Bildschirmarbeitsplätze gibt.

Der Arbeitgeber muss grundsätzlich im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung eine mögliche Gefährdung des Sehvermögens sowie körperlicher Probleme und psychischer Belastungen ermitteln, beurteilen und die nötigen Maßnahmen festlegen. Dabei sind auch Alterungseffekte von Monitoren zu bewerten. Bei der Gefährdungsbeurteilung sollte sich der Arbeitgeber von der Sicherheitsfachkraft und vom Betriebsarzt beraten lassen.