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Gibt es Mindeststandards für die Bildschirmgröße in Leitständen, insbesondere für ältere Beschäftigte?

KomNet Dialog 12218

Stand: 14.06.2012

Kategorie: Gestaltung von Arbeitsplätzen > Bildschirmarbeitsplätze > Bildschirmergonomie

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Frage:

Gibt es Mindeststandards für die Bildschirmgröße in Leitständen, insbesondere für ältere Beschäftigte?

Antwort:

Leitstände mit Monitorüberwachung fallen unter die Bildschirmarbeitsverordnung (BildscharbV) und sind wie Bildschirmarbeitsplätze einzurichten. Grundsätzlich muss der Arbeitgeber bei Bildschirmarbeitsplätzen die Sicherheits- und Gesundheitsbedingungen insbesondere hinsichtlich einer möglichen Gefährdung des Sehvermögens sowie körperlicher Probleme und psychischer Belastungen ermitteln und beurteilen (§ 3 BildscharbV).

Nach Anhang - Nr. 1 der BildscharbV müssen die auf dem Bildschirm dargestellten Zeichen scharf, deutlich und ausreichend groß sein sowie einen angemessenen Zeichen- und Zeilenabstand haben.

In der BGI 650 "Bildschirm- und Büroarbeitsplätze" (Kapitel 7.2) finden sich entsprechende Tabellen (z.B. Abb. 22), die den Zeichenhöhenbereich in Abhängigkeit des Sehabstandes und der Monitorgröße angeben (http://www.bgbau-medien.de/site/asp/dms.asp?url=/zh/z418/titel.htm). Generell sollte der Abstand Bildschirm - Auge zwischen 50 und 70 cm liegen. Bei größeren Bildschirmen (> 19 Zoll) kann er auch darüber liegen. Grundsätzlich gilt: Je größer der Bildschirm desto größer der Abstand dazu. Der Sehabstand richtet sich nicht nur nach der Bildschirmgröße, sondern auch nach der Sehaufgabe. Besteht die Sehaufgabe überwiegend darin, den gesamten Bildschirminhalt auf einen Blick zu erfassen empfiehlt die BGI 650 einen Abstand entsprechend der Abbildung 23 der BGI 650. "Wird an größeren Bildschirmen, z.B. 21" (53 cm), mit mehreren Fenstern gearbeitet, können auch kleinere Sehabstände, z.B. 500 mm, sinnvoll sein."