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KomNet-Wissensdatenbank

Muss ein Schlosser, der Schweißerarbeiten durchführt, eine spezielle Ausbildung haben und wiederkehrende Prüfungen ablegen?

KomNet Dialog 3670

Stand: 22.08.2012

Kategorie: Sichere Anlagen / Sicherer Betrieb > Benutzung von Arbeitsmitteln und Einrichtungen > Sichere Benutzung der Arbeitsmittel

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Frage:

Muss ein Schlosser, der Schweißarbeiten (welcher Art auch immer) durchführt, auch eine Ausbildung mit entsprechendem Zertifikat oder einer Bescheinigung genossen haben? Muss er auch regelmäßig wiederkehrend eine Prüfung ablegen? Wie kann sich ein Unternehmer sonst von seiner fachlichen Qualifikation überzeugen?

Antwort:

Grundsätzlich müssen Arbeitnehmer, die Schweißarbeiten ausführen, unterwiesen sein. Hierfür sind die Berufsgenossenschaftlichen Regeln und Informationen als Grundlage heranzuziehen.

Vielfach bedürfen Schweißarbeiten auf Grund der Gefährlichkeit der Arbeiten eines Schweißerlaubnisscheins, der durch den verantwortlichen Arbeitgeber / Unternehmer ausgestellt wird (Siehe Ziffer 5.2.3 und 5.2.4 der BGI 554). Ein Beispiel für eine Schweißerlaubnis wird unter Anhang 1 der BGR 500  Kapitel 2.26 angeboten.

Spezielle Schweißerqualifikationen sind immer dann erforderlich, wenn besondere Anforderungen an die Schweißnaht gestellt werden, z.B. beim Bau von Druckbehältern und Druckrohrleitungen bzw. im Anlagenbau, die üblicherweise durch den TÜV oder eine zugelassene Überwachungsstelle geprüft werden müssen. Anforderungen richten sich u.a. bei Druckbehältern aus dem AD 2000 Regelwerk (Herstellung und Prüfung) welche als technische Spezifikation die wesentlichen Sicherheitsanforderungen, der europäischen Druckgeräterichtlinie erfüllt (http://www.druckgeraete-online.de/seiten/ad2000/ad2000_hp.htm).

Weitere Anforderungen an Schweißqualifikationen und Schweißqualität ergeben sich aus der DIN EN 287 und DIN EN 729, welche sie beim Beuth-Verlag erhalten.

Informationen erhalten sie auch unter: http://www.dvs-server.de/AfT/