Inhaltsbereich
Seitentitel

KomNet-Wissensdatenbank

Welche Partikelgröße haben Eichenholzstäube?

KomNet Dialog 3261

Stand: 04.08.2008

Kategorie: Chemische Belastungen und Beanspruchungen > Gefährdungen > Gefährdungen durch Stäube

Dialog
Favorit

Frage:

Können Sie mir sagen, wie groß Eichenstäube sind? Sind die Partikel größer oder kleiner als 10 µm? Ich benötige diese Angaben, um einen geeigneten Feinststaubsauger zu finden, der Schimmelpilzsporen (Größe 10 µm) zurückhalten kann.

Antwort:

Beim Holzstaub wird aufgrund der Partikelgröße zwischen einatembarem, thorakalem und alveolengängigem Staub unterschieden. Der größte Anteil entfällt dabei auf den einatembaren Staub, der in Mund und Nase verbleibt. Die beiden anderen Bestandteile gelangen bis in die unteren Atemwege. Somit sind auch Staubpartikel von weniger als 10 µm vorhanden. Die Anteile und Mengen der Partikelgrößen sind abhängig von den jeweiligen Bearbeitungsverfahren. Wir empfehlen die Anschaffung eines holzstaubgeprüften Industriesaugers.

Weitere Hinweise: Eichenholzstaub ist als krebserzeugend eingestuft. Eine ausführliche Begründung zur Einstufung finden Sie in der TRGS 901, Teil II, Ziffer 20. Schutzmaßnahmen für die Be- und Verarbeitung von Holz, soweit dabei Holzstaub entsteht, werden in der Technischen Regel für Gefahrstoffe (TRGS) 553 `Holzstaub` und der Berufsgenossenschaftlichen Information (BGI) 739 `Holzstaub` beschrieben. Der Länderausschuss für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik hat einen Musterleitfaden zur Umsetzung der Gefahrstoffverordnung und der TRGS 553 `Holzstaub` zum Schutz vor den Gefahren durch Holzstaub (LV 3) herausgegeben. Die TRGS und wichtige Arbeitsschutzvorschriften findet man im Internet z.B. unter http://www.gaa.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/16032/ .
Das berufsgenossenschaftliche Regelwerk findet man im Internet z.B. unter: http://publikationen.dguv.de  LASI-Veröffentlichungen finden Sie im Internet unter: http://lasi.osha.de/publications   .