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Dürfen Gefahrstoffmessungen auch von nicht akkreditierten Stellen durchgeführt werden? Welche Stellen können Narkosegase messen?

KomNet Dialog 3055

Stand: 04.02.2014

Kategorie: Chemische Belastungen und Beanspruchungen > Allgemeine Fragen zum Gefahrstoffrecht > Rechts- und Auslegungsfragen (5.)

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Frage:

Dürfen Gefahrstoffmessungen auch von nicht akkreditierten Stellen durchgeführt werden? Welche Stellen können Narkosegase messen?

Antwort:

Ja, Messungen nach § 7 Abs. 10 der Gefahrstoffverordnung/GefStoffV dürfen auch von Messstellen durchgeführt werden, die nicht akkreditiert sind.

Der Unterschied ist folgender: Wenn die Messstelle für den Stoff, der gemessen werden soll, eine Akkreditierung von der Zentralstelle der Länder für Sicherheitstechnik ZLS (früher AKMP) besitzt, dann braucht der Arbeitgeber, der die Messung in Auftrag gegeben hat, die Richtigkeit der Messung nicht zu überprüfen, sondern er kann den Ergebnissen so vertrauen, wie sie im Messbericht der Messstelle enthalten sind.

Wenn der Arbeitgeber dagegen eine Messstelle beauftragt, die für diesen Stoff keine Akkreditierung besitzt, dann hat er die Verplichtung, die Ergebnisse im Bericht der Messstelle zu überprüfen. Dies kann natürlich zu großen Problemen für den Arbeitgeber führen, wenn er hierfür nicht über die nötige Sach- und Fachkenntnisse verfügt. Es gibt auch Messstellen, die über eine Akkreditierung anderer Organisationen verfügen, z.B. DACH oder DAR. Auch beim Vorliegen solcher Akkreditierungen bleibt der Arbeitgeber in der Verpflichtung, den Messbericht zu überprüfen. Eine Liste der Messstellen, die für bestimmte Stoffe bzw. Stoffgruppen bei der ZlS akkreditiert sind, ist im Internet erhältlich. Die Messstellen werden immer nur für die Stoffgruppen akkreditiert, die sie auch beantragt haben. Insofern steht nur eine beschränkte Auswahl an Messstellen zur Verfügung, die für Narkosegase akkreditiert sind.

Hier finden Sie die aktuelle Liste der akkreditierten Messstellen.

Auf die Übersicht der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) zu den Beratungsunternehmen im Gefahrstoffmanagement weisen wir hin.