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KomNet-Wissensdatenbank

Gibt es bei der Erstellung eines Gefahrstoffkatasters zu berücksichtigende Mindestmengen?

KomNet Dialog 2971

Stand: 01.03.2013

Kategorie: Chemische Belastungen und Beanspruchungen > Allgemeine Fragen zum Gefahrstoffrecht > Maßnahmenstufen / Handlungshilfen

Dialog
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Frage:

Gibt es bei der Erstellung eines Gefahrstoffkatasters zu berücksichtigende Mindestmengen; müssen Kleinstmengen (Klebestifte, Tipp-Ex, Sekundenkleber 2g, ...) möglicherweise nicht erfasst werden?

Antwort:

Eine Mengenschwelle wurde für die in das Gefahrstoffverzeichnis (kataster) aufzunehmenden Gefahrstoffe nicht festgelegt; vielmehr steht das das Gefährdungspotenzial im Vordergrund: Denn eine diesbezügliche Ausnahme sieht der § 6 "Informationen und Gefährdungsbeurteilung" Absatz 10 der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) bezüglich des Gefahrstoffverzeichnisses vor, wenn keine oder lediglich eine sehr geringe Exposition der Beschäftigten "stattfindet". Das bedeutet, dass nicht alle Gefahrstoffe (Sicherheitsdatenblätter) zwingend in das Gefahrstoffverzeichnis aufgenommen werden müssen und dies letztlich von der Expositionshöhe abhängig ist. Daher kann nur aus den Ergebnissen der Gefährdungsbeurteilung [Hilfestellung hierzu liefert z. B. das Einfache Maßnahmenkonzept Gefahrstoffe (EMKG)] sinnvollerweise erkannt werden, ob der Stoff bzw. das Gemisch in das Gefahrstoffverzeichnis aufgenommen werden muss oder nicht. Es ist zu erwarten, dass bei Büromaterialien oftmals lediglich eine sehr geringe Exposition der Beschäftigten vorliegt.

Hilfestellungen:
Das KMU-Gefahrstoffportal gefahrstoffe-im-griff bietet u. a. Download-Angebote über Formulare zum Gefahrstoffmanagement, die von verschiedenen Institutionen zur Verfügung gestellt werden. Beispielsweise bietet die BGRCI eine interaktive Hilfestellung zur Erstellung des Gefahrstoff-Verzeichnisses an.