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KomNet-Wissensdatenbank

Kann durch die Benutzung von PSA der Kontakt zu einem Gefahrstoff ausgeschlossen werden, so dass keine arbeitsmedizinische Vorsorge erforderlich ist?

KomNet Dialog 28221

Stand: 05.01.2017

Kategorie: Chemische Belastungen und Beanspruchungen > Schutzmaßnahmen beim Umgang mit Gefahrstoffen > Allgemeine Schutzmaßnahmen (5.)

Dialog
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Frage:

Im Sicherheitsdatenblatt ist beschrieben, dass eine arbeitsmedizinische Vorsorge anzubieten ist, wenn ein Hautkontakt nicht ausgeschlossen werden kann. - Kann man durch die Benutzung von PSA den Kontakt ausschließen oder sind nur technische Maßnahmen gemeint bzw. welche Maßnahmen könnten das sein? - Kann durch die Benutzung von PSA der Kontakt zu einem Gefahrstoff ausgeschlossen werden, so dass keine arbeitsmedizinische Vorsorge erforderlich ist?

Antwort:

Nach dem Punkt 2.1 der TRGS 401 "Gefährdung durch Hautkontakt - Ermittlung, Beurteilung, Maßnahmen" ist Hautkontakt  der direkte Kontakt der Haut mit Flüssigkeiten, Pasten, Feststoffen, einschließlich der Benetzung der Haut mit Spritzern oder der Kontakt mit kontaminierter Arbeitskleidung einschließlich persönlicher Schutzausrüstung oder kontaminierten Arbeitsflächen bzw. Arbeitsmitteln. Zum Hautkontakt zählt auch der Kontakt von Aerosolen, Gasen und Dämpfen mit der Haut.

Gemäß Punkt 6.4.1 Absatz 4 minimiert ein Einsatz von personenbezogenen Schutzmaßnahmen den Hautkontakt, kann ihn in der Regel aber nicht ausschließen.

Fazit:
Durch den Einsatz von PSA kann ein Hautkontakt nicht ausgeschlossen werden. In Anlage 6 der TRGS 401 finden sich Beispiele für Lösungen zur Verringerung bzw. Verhinderung von Hautkontakt.

Hinweis:
Auf den EMKG Leitfaden "Einfaches Maßnahmenkonzept Gefahrstoffe Version 2.2: Eine Handlungsanleitung zur Gefährdungsbeurteilung" möchten wir hinweisen.