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KomNet-Wissensdatenbank

Wo wird das Tragen von Schmuck am Arbeitsplatz geregelt?

KomNet Dialog 2626

Stand: 01.12.2016

Kategorie: Betriebliches Arbeitsschutzsystem > Arbeitnehmerbeteiligung > Pflichten von Beschäftigten

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Frage:

Der § 35 Kleidung, Mitführen von Werkzeugen und Gegenständen, Tragen von Schmuckstücken in der BGV A1 Präventation wurde ersatzlos gestrichen. Wie wird in Zukunft damit verfahren? Wo wird das Tragen von Schmuck am Arbeitsplatz geregelt? Auf welche Vorschrift kann sich ein Betrieb bei einem Verbot beziehen?

Antwort:

Das Tragen von Schmuckstücken am Arbeitsplatz wird nicht ausdrücklich in einer berufsgenossenschaftlichen Vorschrift geregelt. Es gilt vielmehr der Grundsatz des § 15 DGUV Vorschrift 1 (bisher: BGV A1), der mit § 15 Absatz 1 Arbeitsschutzgesetz korrespondiert. Danach sind die Versicherten, d. h. die Beschäftigten in einem Unternehmen, verpflichtet, nach ihren Möglichkeiten sowie gemäß der Unterweisung und Weisung des Unternehmers für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, sowie für Sicherheit und Gesundheitsschutz derjenigen zu sorgen, die von ihren Handlungen oder Unterlassungen betroffen sind. Diese Regelung angewendet, bedeutet für die betriebliche Praxis, dass der Verantwortliche im Unternehmen Weisungen bezüglich des Tragens von Schmuck etc. treffen kann, soweit dies Belange der Sicherheit und/oder des Gesundheitsschutzes betrifft.

Bei Tätigkeiten, die eine hygienische Händedesinfektion erfordern, und bei Feuchtarbeiten bestehen allerdings Regelungen (Verbote) zum Tragen von Schmuck an Unterarmen und Händen; Siehe die Ausführungen der Berufsgenossenschaft - BGW. Künstliche Fingernägel stehen dem Schmuck gleich. (Quellen: TRBA 250 Punkt 4.1.7 und TRGS 401 Punkt 6.1).

Weitere Informationen zur Anforderungen bei Pflegearbeiten können Sie bei Ihrer zuständigen Berufsgenossenschaft erfragen (www.bgw-online.de).