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Wer ist bei einer Krankenhausgesellschaft mit mehreren Krankenhäusern Strahlenschutzverantwortlicher?

KomNet Dialog 2453

Stand:

Kategorie: Physikalische Belastungen und Beanspruchungen > Ionisierende Strahlung > Strahlenschutzorganisation

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Frage:

Unser Krankenhaus gehört zu einem Träger, der seine Krankenhäuser in einer gGmbH zusammengefasst hat. Diese Gesellschaft hat einen Geschäftsführer. Jedes Krankenhaus hat einen eigenen Krankenhausdirketor. Unser Krankenhaus liegt in NRW, der Sitz der Krankenhausgesellschaft befindet sich außerhalb NRW. Wer ist im Sinne von § 31 StrlSchV der Strahlenschutzverantwortliche? Der Gesamtgeschäftsführer oder der Klinikdirektor? Wie ist das bei ambulanten Behandlungen, bei denen ein Vertragsverhältnis zwischen Patient und Chefarzt zustande kommt. Ist bei ambulanten Patienten, die in keinem direkten Vertragsverhältnis zur Klinik stehen, der Chefarzt der Strahlenschutzverantwortliche oder der Klinikdirektor?

Antwort:

Nach § 31 Strahlenschutz- und § 13 Röntgenverordnung wird der Genehmigungspflichtige als Strahlenschutzverantwortlicher bezeichnet. Bei einer GmbH ist der Geschäftsführer der Verantwortliche im Sinne der Verordnungen. Seiner Verantwortlichkeit die Organisationspflicht (einschließlich der Bereitstellung entsprechender Mittel) betreffend, kann er sich auch nicht durch Delegation entziehen. Bei der Bestellung von Strahlenschutzbeauftragten gehen Mängel und Unterlassung in der Form, in der Auswahl und Überwachung der Beauftragten, die zu geringe Zahl von Beauftragten und vor allem eine unzureichende Kompetenzübertragung an den Beauftragten stets voll zu Lasten des Strahlenschutzverantwortlichen. (Seite 34 Band 2 des Kommentars Strahlenschutzrecht, Hinrichs/Peinsipp, Forkelverlag) Bei der ambulanten Behandlung der Patienten durch den Chefarzt ist der Chefarzt der Strahlenschutzverantwortliche. Stand: 27.02.2004