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KomNet-Wissensdatenbank

Welche Befähigung muss ein Kranführer mitbringen?

KomNet Dialog 24201

Stand: 01.07.2015

Kategorie: Sichere Anlagen / Sicherer Betrieb > Benutzung von Arbeitsmitteln und Einrichtungen > Sichere Benutzung der Arbeitsmittel

Dialog
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Frage:

Kranführer von Leichtportalkranen und Schwenkkranen: Welche Befähigung muss ein Kranführer mitbringen? Wo und wie ist die Ausbildung geregelt?

Antwort:

Ein Kran, der von Beschäftigten bei der Arbeit genutzt wird, ist ein Arbeitsmittel im Sinne der Betriebssicherheitsverordnung – BetrSichV. Nach § 6 (1) hat der Arbeitgeber darauf zu achten, dass die Beschäftigten in der Lage sind, die Arbeitsmittel zu verwenden ohne sich oder andere Personen zu gefährden. 

In der DGUV Vorschrift 52 (bisher: BGV D6) "Krane", wird diese Forderung konkretisiert:

Der Unternehmer darf mit dem selbständigen Führen (Kranführer) oder Instandhalten eines Kranes nur Versicherte beschäftigen,
1. die das 18. Lebensjahr vollendet haben,
2. die körperlich und geistig geeignet sind,
3. die im Führen oder Instandhalten des Kranes unterwiesen sind und ihre Befähigung hierzu ihm nachgewiesen haben und
4. von denen zu erwarten ist, daß sie die ihnen übertragenen Aufgaben zuverlässig erfüllen.

Der Unternehmer muss Kranführer und Instandhaltungspersonal mit ihren Aufgaben beauftragen.
In dem DGUV Grundsatz 309-003 (bisher: BGG 921) "Auswahl, Unterweisung und Befähigungsnachweis von Kranführern" werden Hinweise zur Auswahl geeigneter Personen und deren Unterweisung zum sicheren Führen von Kranen gegeben. Dem Kranführer soll ein entsprechender Befähigungsnachweis ausgestellt werden (Anhang 2 des DGUV Grundsatz 309-003).

Diese Anforderungen gelten für alle Krane im Sinne der DGUV Vorschrift 52. Personen, die die v. g. Voraussetzungen nicht erfüllen, dürfen Krane nicht bedienen.