Inhaltsbereich
Seitentitel

KomNet-Wissensdatenbank

Besteht eine Dokumentationspflicht nach dem ArbZG?

KomNet Dialog 23016

Stand: 05.02.2015

Kategorie: Arbeitszeit, Arbeitsbedingungen > Rechts- und Auslegungsfragen, Sonstiges (8.5) > Sonstige Fragen (8.5.2)

Dialog
Favorit

Frage:

Muss der Dokumentationspflicht zur Arbeitszeit auch bei Vollzeitbeschäftigten bis zu einem Monatseinkommen von 2958 ¬ nachgekommen werden, oder gilt das nur für Teilzeit- bzw. Minijobs?

Antwort:

Nach § 16 Abs. 2 des Arbeitszeitgesetzes - ArbZG - ist der Arbeitgeber verpflichtet, Arbeitszeiten, die über die werktägliche Arbeitszeit im Sinne des § 3 ArbZG hinausgehen, aufzuzeichnen.

Das bedeutet, Arbeitszeiten über 8 Stunden an Werktagen und alle Arbeitszeiten an Sonn- und Feiertagen sind aufzeichnungspflichtig. Die Aufzeichnungspflicht nach ArbZG ist also abhängig von der werktäglichen Arbeitszeit, das Einkommen ist nach Arbeitszeitgesetz nicht entscheidend.

Die Aufzeichnungen muss der Arbeitgeber grundsätzlich zwei Jahre aufbewahren.

Eine bestimmte Form der Aufzeichnung ist nach ArbZG nicht vorgegeben.