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KomNet-Wissensdatenbank

Wie hat die Arbeitszeiterfassung von Überstunden zu erfolgen?

KomNet Dialog 18883

Stand: 03.07.2013

Kategorie: Arbeitszeit, Arbeitsbedingungen > Arbeitszeitberatung und -gestaltung > Rechts- und Auslegungsfragen, Sonstiges (8.1.8)

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Frage:

In einem Betrieb gibt es feste Arbeitszeiten. Um nach Arbeitszeitgesetz die Überstunden zu erfassen, füllen die Mitarbeiter täglich eine Excel-Tabelle aus. Diese zeigt am Ende des Monats an, ob man mehr oder weniger gearbeitet hat. Dies wird für den nächsten Monat übertragen. 1. Darf dies per Excel geschehen? 2. Muss man die gesamte Arbeitszeit notieren oder würden die Mehrstunden / Wenigerstunden reichen? 3. Muss der Arbeitgeber den Mitarbeitern diese Liste monatlich ausdrucken oder reicht es, dass der Mitarbeiter diese einsehen und selber ausfüllen kann?

Antwort:

Gemäß § 16 Abs.2 Arbeitszeitgesetz - ArbZG ist der Arbeitgeber verpflichtet, die über die werktägliche  Arbeitszeit (werktäglich heißt Montag bis Samstag) von 8 Stunden hinausgehende Arbeitszeit der Arbeitnehmer aufzuzeichnen und ein Verzeichnis der Arbeitnehmer zu führen, die in eine Verlängerung der Arbeitszeit (gemäß § 7 Abs. 7 ArbZG) eingewilligt haben. Die Nachweise sind mindestens zwei Jahre aufzubewahren und der Aufsichtsbehörde (in NRW die Bezirksregierungen) auf Verlangen vorzulegen. Über die Art der Aufzeichnung macht das ArbZG keine näheren Angaben.

Die Einsichtrechte von Arbeitnehmern in Personalunterlagen sind arbeitsrechtlicher Natur. Wir bitten um Verständnis, dass wir dazu keine nähere Beratung geben können. Eine derartige  Anfrage sollte direkt an Angehörige der rechtsberatenden Berufe bzw. entsprechend autorisierte Stellen (z.B. Gewerkschaften, Verbände, Kammern, etc.) gerichtet werden.