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Unsere Mitarbeiter beraten Kliniken und sind in OP-Räumen anwesend, wenn Röntgenverfahren eingesetzt werden. Benötigen wir einen Strahlenschutzbeauftragten? Und die Mitarbeiter einen Strahlenpass?

KomNet Dialog 22621

Stand: 05.12.2014

Kategorie: Physikalische Belastungen und Beanspruchungen > Ionisierende Strahlung > Fachkunde im Strahlenschutz

Dialog
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Frage:

Als Hersteller von Implantaten entsenden wir unsere Mitarbeiter in verschiedene Krankenhäuser mit in den OP-Raum, um dort Operationen fachlich zu begleiten. Die Mitarbeiter operieren aber nicht, sie sind nur dabei. Bei den Operationen kommen auch Röntgenverfahren zum Einsatz. Fällt man damit unter § 6 RöV? Braucht man selber dann einen Strahlenschutzbeauftragten und welche Fachkenntnisse muss dieser haben? Und brauchen diese Mitarbeiter einen Strahlenpass?

Antwort:

Ja. Wer im Zusammenhang mit dem Betrieb einer fremden Röntgeneinrichtung unter seiner Aufsicht stehende Personen beschäftigt oder Aufgaben selbst wahrnimmt, hat dies der zuständigen Behörde unverzüglich vor Beginn der Tätigkeit schriftlich anzuzeigen (§ 6 Abs. 1 Nr. 3).

Es ist ein Strahlenschutzbeauftragter mit der erforderlichen Fachkunde im Strahlenschutz zu bestellen, sofern nicht der Strahlenschutzverantwortliche (Geschäftsführer) selbst über die Fachkunde verfügt. Erforderlich ist hier die Fachkundegruppe "R10". Die Fachkunde wird von der örtlich zuständigen Stelle geprüft und bescheinigt.

Über die Anzeigepflicht nach § 6 Röntgenverordnung - RöV - hinaus ist sicherzustellen, dass die Mitarbeiter die notwendigen Kenntnisse über die mögliche Strahlengefährdung und die anzuwendenden Schutzmaßnahmen besitzen.

Des Weiteren muss jeder Mitarbeiter, der einen Kontrollbereich (Röntgenraum) betritt, im Besitz eines vollständig geführten, bei der zuständigen Behörde registrierten Strahlenpasses und eines Personendosimeters der örtlich zuständigen amtlichen Messstelle sein (§ 35 Abs. 1, 2, 4 RöV).

Der Betreiber der Röntgeneinrichtung darf betriebsfremden Mitarbeitern den Zutritt zum Kontrollbereich nur erlauben, wenn diese den Strahlenpass vorlegen und das Dosimeter tragen (§ 35 Abs. 3 RöV).