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Ist eine schwangere Mitarbeiterin bei einem Ausbruch von Hand-Fuß-Mund-Krankheit in einer KITA durch den Arbeitgeber freizustellen?

KomNet Dialog 22545

Stand: 27.11.2014

Kategorie: Besondere Zielgruppen > Werdende und stillende Mütter > Beschäftigungsverbote und -beschränkungen

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Frage:

Ist eine schwangere Mitarbeiterin bei einem Ausbruch von Hand-Fuß- Mund Krankheit in einer KITA durch den Arbeitgeber freizustellen?

Antwort:

Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit (HFMK) ist eine in der Regel harmlose, aber hoch ansteckende Infektionskrankheit, die durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten wie Speichel, Tröpfchen, dem Sekret aus Bläschen oder fäkal-oral direkt von Mensch zu Mensch übertragen wird.

Wenn in der Kindertagesstätte die Hand-Fuß-Mund-Krankheit ausgebrochen ist, sollte für die Schwangere eine strenge Expositionsprophylaxe durchgeführt werden. Die Schwangere sollte gemäß § 3 MuSchArbV (Verordnung zum Schutze der Mütter am Arbeitsplatz) entweder auf einen anderen Arbeitsplatz umgesetzt werden oder, falls dies nicht möglich oder nicht zumutbar ist, ein befristetes Beschäftigungsverbot erhalten. Da die maximale Inkubationszeit 35 Tage beträgt, sollte ein Beschäftigungsverbot bis zum 36. Tag nach der letzten Erkrankung dauern.

Auf den Ratgeber für Ärzte  zur Hand-Fuß-Mund-Krankheit des Robert-Koch-Instituts weisen wir hin.