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Wie hoch darf die Dosisleistung am Rand eines Kontrollbereichs sein, in dem zum Prüfen von Schweißnähten verschiedene radioaktive Nuklide benutzt werden?

KomNet Dialog 22475

Stand: 27.11.2014

Kategorie: Physikalische Belastungen und Beanspruchungen > Ionisierende Strahlung > Umgang mit radioaktiven Stoffen

Dialog
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Frage:

Zum Prüfen von Schweißnähten werden die verschiedenen radioaktiven Nukliden benutzt. (Irydium, Selen, Cobalt). Die Kontrollbereiche müssen während der Arbeit abgesperrt werden. Wie hoch darf die Dosisleistung am Rand des Kontrollbereichs sein?

Antwort:

Kontrollbereiche sind Bereiche, in denen Personen im Kalenderjahr eine effektive Dosis von mehr als 6 mSv erhalten können (§ 36 Abs. 1, Nr.2 der Strahlenschutzverordnung - StrSchV).

Maßgebend bei der Festlegung der Grenze von Kontrollbereich oder Überwachungsbereich ist eine Aufenthaltszeit von 40 h je Woche und 50 Wochen im Kalenderjahr (2000 h), soweit keine anderen begründeten Angaben über die Aufenthaltszeit vorliegen ( § 36 Abs.1, Nr.3, Satz 2 StrSchV ).

Unter Zugrundelegung der genannten Aufenthaltszeit von 2000 h im Kalenderjahr und einer Ortsdosisleistung von 3 µSv/h können Personen im Kalenderjahr eine effektive Dosis von 6 mSv erhalten.

Bereiche ab einer Ortsdosisleistung von 3 µSv/h sind nach StrSchV abzugrenzen und deutlich sichtbar und dauerhaft zusätzlich zur Kennzeichnung nach § 68 Abs.1, Satz 1, Nr.3 mit dem Zusatz "Kontrollbereich" zu kennzeichnen (§ 36 Abs. 2 StrSchV).