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KomNet-Wissensdatenbank

Dürfen Mitarbeiter unserer Schwestergesellschaft aus UK mit einem Strahlenschutzlehrgang nach IRR99 als Strahlenschutzbeauftragte in Deutschland bestellt werden?

KomNet Dialog 21716

Stand: 01.08.2014

Kategorie: Physikalische Belastungen und Beanspruchungen > Ionisierende Strahlung > Fachkunde im Strahlenschutz

Dialog
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Frage:

In unserem Betrieb setzen wir teilweise Mitarbeiter unserer Schwestergesellschaft in UK ein. Diese Mitarbeiter haben einen Strahlenschutzlehrgang nach IRR99 absolviert. Kann dieser Lehrgang als Fachkunde gem. StrlSchV anerkannt werden, so dass diese Mitarbeiter als Strahlenschutzbeauftragte in Deutschland bestellt werden können?

Antwort:

Zur Erlangung der Fachkunde im Strahlenschutz muss ein Strahlenschutzkurs besucht werden, der über eine Anerkennung in Deutschland verfügt. In welchem Bundesland der Kurs anerkannt wurde und stattfindet, ist nicht von Bedeutung.

Die Fachkunde muss anschließend bei der zuständigen Stelle des Bundeslandes beantragt werden, bei der der Sitz des Unternehmens ist. Für den Antrag ist eine Bescheinigung über die erfolgreiche Teilnahme an einem Strahlenschutzkurs, ein Nachweis der Berufsausbildung und ein Nachweis über den Erwerb der erforderlichen Sachkunde auf dem Anwendungsgebiet erforderlich. Erst mit der so erworbenen Fachkunde kann eine Person zum Strahlenschutzbeauftragten bestellt werden.

Die erforderlichen Strahlenschutzkurse, die Berufsausbildung und die Zeiten über den Erwerb der Fachkunde sind nicht nur davon abhängig nach welcher Rechtsgrundlage, also Röntgenverordnung - RöV - oder Strahlenschutzverordnung - StrlSchV - eine Person tätig werden möchte, sondern auch abhängig von der Art der Tätigkeit die ausgeübt werden soll.

Da aus Ihrer Anfrage nicht hervorgeht, um welche Tätigkeit es sich handelt, können wir Ihnen nur empfehlen, sich die Fachkunde-Richtlinie Technik nach der Strahlenschutzverordnung anzusehen oder sich mit der für Sie zuständigen Behörde in Verbindung zu setzen.