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Kann meine Angestellte verlangen, nach dem Mutterschutz ihr Baby zur ihrem Arbeitsplatz mitzubringen?

KomNet Dialog 20034

Stand: 04.01.2014

Kategorie: Besondere Zielgruppen > Werdende und stillende Mütter > Sonstige Mutterschutzfragen

Dialog
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Frage:

Kann meine Angestellte verlangen, nach dem Mutterschutz ihr Baby zur ihrem Arbeitsplatz mitzubringen?

Antwort:

Da der stillenden Mutter auf ihr Verlangen die zum Stillen erforderliche Zeit frei zu gegeben ist, kann es tatsächlich die einfachste Lösung sein, das gestillte Kleinkind an den Arbeitsplatz mitzubringen.
Dazu sind im Mutterschutzgesetz/MuSchG die Verhältnisse zum Teil näher bestimmt, teils bleiben sie ungeregelt.

Im § 7 Mutterschutzgesetz ist die Stillzeit geregelt. Dort wird ausgeführt, dass die Aufsichtsbehörde in Einzelfällen Lage, Dauer und Anzahl der Stillzeiten regeln kann. Zudem kann die Aufsichtsbehörde die Einrichtung von speziellen Stillräumen vorschreiben. Letzteres wird einem Betrieb aber nur dann abverlangt werden, wenn wiederkehrend und ggf. mehrere stillende Frauen beschäftigt sind.

Die Frage, wo sich das Kind außerhalb der Stillzeit aufhalten kann, regelt das Mutterschutzgesetz nicht.

Im konkreten Einzelfall sollten Sie sich an die zuständige Arbeitsschutzbehörde/Gewerbeaufsichtsamt wenden.