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Welche mutterschutzrechtlichen Entlastungen stehen mir zu, wenn ich in Festanstellung bei einem freien Träger der Jugendhilfe ganztägig ein Kind in meinem Haushalt betreue?

KomNet Dialog 19358

Stand: 11.09.2013

Kategorie: Besondere Zielgruppen > Werdende und stillende Mütter > Beschäftigungsverbote und -beschränkungen

Dialog
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Frage:

Ich betreue, im Rahmen einer Heimunterbringung, 24 Std. am Tag ein Kind in meinem Haushalt. Es besteht eine Festanstellung bei einem freien Träger der Jugendhilfe. Nun hat für mich vor 2 1/2 Wochen die 6 wöchige Mutterschutzzeit vor der Entbindung begonnen, vom Träger wurde bisher aber keine Entlastung installiert, ich wurde jedoch aufgefordert Mutterschutzgeld zu beantragen. Einzige zugesagte Entlastung soll für den Krankenhausausaufenthalt /die Entbindungszeit erfolgen. Danach kehrt das Kind wieder in meinen Haushalt zurück und wird weiterhin von mir alleine versorgt. Ist dies rechtsmäßig? Welchen Anspruch habe ich?

Antwort:

Eine Pflegemutter ist hinsichtlich der mutterschutzrechtlichen Vorgaben wie eine Beschäftigte in einem Familienhaushalt zu betrachten. Das heißt, dass das Mutterschutzgesetz anzuwenden ist und die Vorgaben hinsichtlich Arbeitszeit, Immunstatus etc. eingehalten werden müssen. Die zu betreuenden Kinder müssen eventuell schon während der Schwangerschaft, in jedem Fall aber während der obligatorischen Mutterschutzfrist von in der Regel acht Wochen nach der Geburt aus der Familie herausgenommen und anderweitig betreut werden.

Wir empfehlen Ihnen, sich zwecks intensiverer Beratung an die zuständige Aufsichtsbehörde zu wenden. Dies sind in Nordrhein-Westfalen die Dezernate 56 der Bezirksregierungen.

Weitere Informationen zum Mutterschutz finden Sie unter
http://www.arbeitsschutz.nrw.de/themenfelder/mutterschutz/index.php

sowie in den Broschüren:
Mutterschutzgesetz - Leitfaden zum Mutterschutz
Elterngeld und Elternzeit
Mutterschutz bei beruflichem Umgang mit Kindern