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Darf ich bei einem generellen Beschäftigungsverbot (Schwangerschaft) ein Vollzeitstudium beginnen?

KomNet Dialog 18850

Stand: 12.01.2017

Kategorie: Besondere Zielgruppen > Werdende und stillende Mütter > Sonstige Mutterschutzfragen

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Frage:

Ich bin schwanger und habe für meine jetzige Tätigkeit von meiner Frauenärztin ein generelles Beschäftigungsverbot erhalten. Darf ich trotzdem ein Studium beginnen?

Antwort:

Entsprechend dem Geltungsbereich des Mutterschutzgesetzes (§ 1 MuSchG) gelten die gesetzlichen Mutterschutzvorschriften (Mutterschutzgesetz - MuSchG - und Mutterschutzarbeitsplatzverordnung - MuSchArbV) nicht für Studentinnen im Studium. Sie sind nur dann anwendbar, wenn die Studentin neben ihrem Studium im Rahmen eines Arbeitsverhältnisses von einem Arbeitgeber beschäftigt wird. Von daher spricht seitens der gesetzlichen Mutterschutzvorschriften nichts gegen die Aufnahme eines Studiums.

Ein individuelles ärztliches Beschäftigungsverbot bezieht sich in der Regel auf bestimmte Tätigkeiten oder generell auf alle Tätigkeiten am Arbeitsplatz der werdenden Mutter und dürfte nur für Ihren jetzigen Arbeitsplatz gelten. Ob dies so ist, sollten Sie mit der Ärztin abklären, die das Beschäftigungsverbot ausgesprochen hat. Ggf. führen die Gründe für dieses Beschäftigungsverbot auch zu medizinischen Bedenken, die im Moment gegen die Aufnahme eines Studiums sprechen.

Ob es eventuell seitens der Hochschule spezielle Regelungen für werdende Mütter gibt, beispielsweise hinsichtlich der Praktika, kann von uns nicht beantwortet werden. Hier sollten Sie sich direkt an die Hochschule wenden.