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KomNet-Wissensdatenbank

Suche optimales Arbeitszeitmodell für den Einzelhandel bzgl. der verlängerten samstäglichen Öffnungszeiten.

KomNet Dialog 1810

Stand: 16.02.2011

Kategorie: Arbeitszeit, Arbeitsbedingungen > Arbeitszeitberatung und -gestaltung > Arbeitszeitgestaltung

Dialog
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Frage:

In meinem Einzelhandelsgeschäft (Lebensmittel) muss ich die Arbeitszeiten der rd. 20 Beschäftigten wegen der längeren Öffnungszeit an Samstagen auf Schichtarbeit umstellen. Wunschöffnungszeit: Mo-Sa 8-20 Uhr. Stoßzeiten: 8-10, 12-14 und 16-18 Uhr. Wegen der Innenstadtlage meines Geschäftes und der Frischwaren für das Wochenende rechne ich auch am Samstagnachmittag mit stärkerem Kundenaufkommen. Lt. Gesetz muss 1 Samstag im Monat für alle Beschäftigten frei bleiben. Die meisten Angestellten sind Frauen mit Kindern. Welches Arbeitszeitmodell schlagen Sie vor? Wie gehe ich am besten bei der Einführung der neuen Regelungen vor? Was ist sonst noch zu beachten?

Antwort:

Eine exakte Beantwortung der Frage ist aufgrund der Komplexität des Problems mit den gemachten Angaben nicht möglich. So müssen zunächst u.a. die folgenden Fragen geklärt sein:

- Wie viele Beschäftigte müssen gleichzeitig im Geschäft sein? (Und wann?)
- Können alle dieselben Tätigkeiten ausüben, oder können bestimmte Arbeiten nur von einigen wenigen erledigt werden? (Falls letzteres zutrifft, wie ist dies aufgeteilt?)
- Was für Arbeitsverträge existieren (Voll-/Teilzeit)?
- Welche arbeitszeitlichen Regelungen gelten bisher?
- etc.

Im Hinblick auf die Einführung der neuen Regelungen stellt sich die wichtige Frage:
- Was wollen die Beschäftigten, und welchen Handlungsspielraum haben sie? (Mütter mit Kindern!).
An diesem Punkt ist zu beachten, dass die Einführung neuer Regelungen immer dann leichter ist, wenn die Beschäftigten selbst an der Erstellung des Modells mitgewirkt haben. Die Übernahme bestehender Modelle ist in Einzelhandelsgeschäften aufgrund der individuellen Struktur (hoher Anteil an Teilzeitkräften mit unterschiedlichen Arbeitszeiten) oftmals problematisch.

Weitergehende Informationen zu diesem Thema werden von Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes NRW angeboten.