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Darf von der Regel "Die Last ist immer bergwärts zu führen" abgewichen werden, wenn dadurch die freie Sicht auf den Fahrweg nicht mehr gegeben ist?

KomNet Dialog 17972

Stand: 19.02.2013

Kategorie: Sicherer Transport > Innerbetrieblicher Transport > Flurförderzeuge, Gabelstapler

Dialog
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Frage:

Darf von der Regel "Die Last ist immer bergwärts zu führen" abgewichen werden, wenn dadurch die freie Sicht auf den Fahrweg nicht mehr gegeben ist. An einer Rampe sind regelmäßig Ladungen zu transportieren, die die Sicht nach vorn einschränken. Deshalb wird mit dieser Ladung rückwärts gefahren. Auf einer zu befahrenden Rampe müßte dann die Last "bergab" geführt werden.

Antwort:

In der BGI 545Gabelstapler unter Punkt 6.4.2 ist hierzu nachzulesen:

Die Forderungen "Last immer bergseitig" und  "Rückwärtsfahren, wenn Sicht durch Last versperrt" widersprechen sich beim Befahren einer Steigung. Vorrang hat die erstgenannte Forderung.

Die versperrte Sicht ist durch einen Einweiser auszugleichen.

In der BGI 603Leitfaden für den Umgang mit Gabelstaplern unter Punkt 13 Befahren von Rampen und schiefen Ebenen finden sich ebenfalls Informationen zu dieser Thematik:

Auf Gefällstrecken bzw. Steigungen (schiefen Ebenen) droht bei unsachgemäßer Fahrweise Umsturzgefahr. Wenden und Kurvenfahren auf schiefen Ebenen sind gefährlich und daher zu unterlassen. Ferner ist die Last stets bergseitig zu führen.
Dies soll auch verhindern, dass die Last im Gefälle von der Gabel rutscht.


Auf schiefen Ebenen ist die Last bergseitig zu führen. Bei Abwärtsfahrt muss daher rückwärts gefahren werden, Wegen der Umsturzgefahr sind Wenden und Kurvenfahren auf schiefen Ebenen gefährlich.