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Burnout-Syndrom bei Arzthelferinnen und Ärzten in Arztpraxen

KomNet Dialog 1630

Stand:

Kategorie: Arbeitszeit, Arbeitsbedingungen > Psychische Belastungen und Beanspruchungen > Über- und Unterforderung

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Frage:

Bitte informieren Sie mich über das Burnout-Syndrom bei Arzthelferinnen und Ärzten in Arztpraxen, die im Auftrag der Gesetzlichen Krankenkassen tätig werden.

Antwort:

Das Burnout-Syndrom beschreibt einen Zustand des „Ausgebranntseins“, der durch eine unangemessene Gestaltung der Arbeitsbedingungen/-abläufe und der sozialen Beziehungen am Arbeitsplatz gekennzeichnet ist. Neben vielfältigen Befindensbeeinträchtigungen und psychosomatischen Beschwerden (z.B. Konzentrationsmängel, Schlafstörungen, psychische Verstimmungen, Magen-Darm-Probleme, Herz-Kreislauf-Störungen, Muskelverspannungen u.a.m.) verändert sich in der Regel auch die Einstellung der Betroffenen zu ihrer Arbeit: die täglichen Aufgaben werden mehr und mehr als erschöpfend und frustrierend erlebt. Die Entwicklung von Burnout verläuft meist schleichend in mehreren Phasen, an deren Ende eine (psycho-) therapeutische Behandlung der Betroffenen erforderlich sein kann. Von Burnout kann jede(r) Beschäftigte betroffen sein, gleichwohl belegen arbeitswissenschaftliche Studien, dass Angehörige in Dienstleistungs-, Pflege- und Erziehungsberufen einem höheren Risiko ausgesetzt sind.

Weitergehende Informationen zum Thema bieten z.B. folgende Internetangebote:
- Veröffentlichung von Dr. med. P. Schröder, „Strategien gegen Burnout“, in „Der Hausarzt“ Heft 08/2002, 
- Prospektive Längsschnittstudie in BMC-Medicine in England (2004) http://www.biomedcentral.com/content/pdf/1741-7015-2-29.pdf 
- Veröffentlichung von Dr. med. Thomas Bergner, "Burn-out bei Ärzten: Lebensaufgabe statt Lebens-Aufgabe", in "Deutsches Ärzteblatt 2004, Heft 33,  http://www.aerzteblatt.de/V4/archiv/artikel.asp?id=43363
- Ergo-online (Sozialnetz Hessen) unter http://www.sozialnetz-hessen.de/ergo-online/E_HOME.HTM

 Stand: Juni 2008