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KomNet-Wissensdatenbank

Wie ist die Rutschhemmung in Übergangszonen auszuführen?

KomNet Dialog 16182

Stand: 16.06.2016

Kategorie: Gestaltung von Arbeitsplätzen > Arbeitsplatz- und Arbeitsstättenbeschaffenheit > Verkehrswege

Dialog
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Frage:

"Werden in benachbarten Arbeitsräumen oder -bereichen Bodenbeläge unterschiedlicher Rutschhemmung eingesetzt, ist darauf zu achten, dass die Bodenbeläge jeweils zwei benachbarten Bewertungsgruppen zugeordnet sind, z.B. Bewertungsgruppen R 10 und R 11 oder R 11 und R 12." Unser Bauvorhaben sieht eine Kantine mit Gastraum vor. Der Küchenraum benötigt R12, der Gastraum R9. Muss der Übergang mit R10 und R11 "überbrückt" werden oder kann dieses durch eine Sauberlaufmatte gewährleistet werden? Gibt es eine Größenangabe für die Übergangszone?

Antwort:

In der DGUV Regel 110-002 "Arbeiten in Küchenbetrieben" wird unter Ziffer 3.2.2.1 mit Bezug auf Ziffer 3.4 der DGUV Regel 108-003 "Fußböden in Arbeitsräumen und Arbeitsbereichen mit Rutschgefahr" folgendes ausgeführt:
"Benachbarte Arbeitsbereiche mit unterschiedlicher Rutschgefahr, in denen Versicherte wechselweise tätig sind, sollten einheitlich mit dem Bodenbelag der jeweils höheren Bewertungsgruppe ausgestattet sein. Sind in benachbarten Arbeitsräumen oder -bereichen Bodenbeläge unterschiedlicher Rutschhemmung eingesetzt, ist darauf zu achten, dass die Bodenbeläge jeweils zwei benachbarten Bewertungsgruppen zugeordnet sind, z.B. Bewertungsgruppe R 11 und R 12."

Alles andere muss in der vom Arbeitgeber zu erstellenden Gefährdungsbeurteilung mitbetrachtet werden (§ 3 ArbStättV). 
Größenangaben für Übergangszonen sind nicht festgelegt.

Hinweis: Das Vorschriften- und Regelwerk der Berufsgenossenschaften finden Sie unter www.dguv.de/publikationen