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Darf eine schwangere Lehrerin Schwimmunterricht erteilen?

KomNet Dialog 15966

Stand: 06.04.2012

Kategorie: Besondere Zielgruppen > Werdende und stillende Mütter > Beschäftigungsverbote und -beschränkungen

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Frage:

Darf eine schwangere Lehrerin Schwimmunterricht erteilen?

Antwort:

Es besteht kein generelles mutterschutzrechtliches Beschäftigungsverbot für das Erteilen von Schwimmunterricht. Ob im Einzelfall, auch in Abhängigkeit vom Alter der Kinder, Intensität des Kontaktes, Immunstatus der werdenden Mutter, Art und Umfang der Hilfestellung beim Schwimmunterricht usw. ein Beschäftigungsverbot vom Arbeitgeber/Dienstherrn auszusprechen ist, muss auf der Grundlage der Gefährdungsbeurteilung ermittelt und festgelegt werden. Diese Beurteilung muss der Arbeitgeber/Dienstherr mit Unterstützung eines Arbeitsmediziners/Betriebsarztes vornehmen.

Grundsätzliche Informationen zum Mutterschutz bietet die Arbeitsschutzverwaltung NRW unter www.arbeitsschutz.nrw.de/Themenfelder/mutterschutz/index.php . Für Beamtinnen gilt die  Verordnung über den Mutterschutz für Beamtinnen in NRW (MuSchVB) www.arbeitsschutz.nrw.de/Themenfelder/mutterschutz/rechtliche_grundlagen/index.php , welche in Bezug auf Beschäftigungsverbote die für den Beschäftigtenbereich geltenden Bestimmungen übernimmt.
Auf die
- Fachinformation "Mutterschutz beim beruflichen Umgang mit Kindern" www.arbeitsschutz.nrw.de/Themenfelder/mutterschutz/praxishilfen/index.php
 
sowie die

- Informationen des Schulministeriums NRW "Mutterschutz bei schwangeren Lehrerinnen" www.schulministerium.nrw.de/BP/Lehrer/ArbeitsUndGesundheitsschutz/

weisen wir ebenfalls hin.

In Zweifelsfällen sollte die vor Ort zuständige Arbeitsschutzbehörde, in NRW Dezernat 56 der Bezirksregierung www.arbeitsschutz.nrw.de/Service/ansprechpartner_beratung/bezirksregierungen/index.php ,  zur Entscheidungsfindung über ein Beschäftigungsverbot hinzugezogen werden.