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KomNet-Wissensdatenbank

Sind Arbeitsschutzbrillen als Korrektionsschutzbrillen mit Metallgestell erlaubt?

KomNet Dialog 15949

Stand: 04.04.2012

Kategorie: Sichere Anlagen / Sicherer Betrieb > Persönliche Schutzausrüstung (PSA) > Anforderungen und Eigenschaften von PSA

Dialog
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Frage:

Sind Arbeitsschutzbrillen als Korrektionsschutzbrillen mit Metallgestell erlaubt oder muss diese Art von Schutzbrillen grundsätzlich aus Plastik gefertigt sein?

Antwort:

Welche Schutzbrille geeignet ist, muss der Arbeitgeber im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung ermitteln und festlegen. Dabei soll er sich vom Betriebsarzt und der Fachkraft für Arbeitssicherheit beraten und unterstützen lassen. Bei der Auswahl sind die Vorgaben der BGR 192 "Benutzung von Augen- und Gesichtsschutz" zu berücksichtigen (http://www.dguv.de/psa/de/regelwerk/bgr_192.pdf).

Korrektionsschutzbrillen sind Schutzbrillen - in der Regel Gestellbrillen / Bügelbrillen -, die mit Sicherheitssichtscheiben mit optisch korrigierender Wirkung ausgestattet sind.

Eine Vorgabe zum verwendeten Werkstoff für Bügel ergibt sich aus der relevanten EU-Richtlinie 89/686/EWG (PSA) [pdf] und dem Normenwerk z.B. DIN EN 166 "Persönlicher Augenschutz - Anforderungen" (www.beuth.de) nicht.
Grundsätzlich müssen die Teile des Augenschutzgerätes, die in Kontakt mit dem Träger kommen, aus Werkstoffen gefertigt sein, von denen bekannt ist, dass sie keine Hautreizungen verursachen. D.h. sie dürfen keine schädlichen Auswirkungen auf die Hygiene oder Gesundheit des Benutzers haben.