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Erscheint es sinnvoll, bei Spritzarbeiten mit Anstrichfarben auf Augenschutz zu verzichten, da dieser zunehmend verschmutzt?

KomNet Dialog 10283

Stand: 14.06.2012

Kategorie: Sichere Anlagen / Sicherer Betrieb > Persönliche Schutzausrüstung (PSA) > Benutzung von PSA

Dialog
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Frage:

Erscheint es sinnvoll, bei Spritzarbeiten mit [nicht besonders gesundheitsschädlichen] Anstrichfarben auf Augenschutz zu verzichten? Es werden Bedenken angeführt, dass die Sichtbehinderung durch die im Verlauf der Arbeit zunehmend verschmutzenden Schutzbrillen zu einer höheren Gefährdung führen würde. - Was ist von einem solchen Argument, bzw. auch einer dahingehenden Gefährdungsbeurteilung zu halten? Sind Vorschriften oder Regelungen zu diesem Thema bekannt?

Antwort:

Arbeitsschutzrechtlich ist das Bereitstellen und Nutzen von persönlicher Schutzausrüstung in der PSA-Benutzungsverordnung - PSA-BV geregelt. Nach § 2 der PSA-BV muss der Arbeitgeber den Beschäftigten Augen- und Gesichtsschutz zur Verfügung stellen, wenn die Gefährdungen nicht anders verhindert beziehungsweise ausreichend gemindert werden können. Entsprechend den Regelungen zu Augen- und Gesichtsschutz in der BGR 192 "Benutzung von Augen- und Gesichtsschutz" http://publikationen.dguv.de  müssen  in der Gefährdungsbeurteilung Gefährdungen ermittelt und Schutzmaßnahmen festgelegt werden. In der BGI 639 "Maler- und Lackiererarbeiten" wird zum Thema Augenschutz in einer Muster - Betriebsanweisung angeführt, dass bei Spritzgefahr eine Schutzbrille zu tragen ist.
/Nötige Unterbrechungen der Arbeiten zur Reinigung der Schutzbrillen, sind kein Argument auf diese zu verzichten.