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KomNet-Wissensdatenbank

Gibt es Regeln, die die Mindesttemperatur des Duschwassers in Wasch- und Umkleideräumen vorschreiben?

KomNet Dialog 15191

Stand: 27.10.2015

Kategorie: Gestaltung von Arbeitsplätzen > Arbeitsplatz- und Arbeitsstättenbeschaffenheit > Wasch- und Umkleideräume

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Frage:

Aus Gründen der Einsparung von Energie wurde das Duschwasser im Unternehmen auf 35 Grad eingestellt, was für die Kollegen die täglich im Freien arbeiten zu kalt ist. Gibt es Regeln, die die Duschtemperatur vorschreiben?

Antwort:

Die Arbeitsstättenverordnung/ArbStättV  verpflichtet den Arbeitgeber dafür zu sorgen, dass Arbeitsstätten so eingerichtet und betrieben werden, dass von ihnen keine Gefährdungen für die Sicherheit und die Gesundheit der Beschäftigten ausgehen. Dabei hat er den Stand der Technik und insbesondere die vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales nach § 7 Abs. 4 bekannt gemachten Regeln und Erkenntnisse zu berücksichtigen. Bei Einhaltung der im Satz 2 genannten Regeln und Erkenntnisse ist davon auszugehen, dass die in der Verordnung gestellten Anforderungen diesbezüglich erfüllt sind. Wendet der Arbeitgeber die Regeln und Erkenntnisse nicht an, muss er durch andere Maßnahmen die gleiche Sicherheit und den gleichen Gesundheitsschutz der Beschäftigten erreichen. (§ 3a ArbStättV)

Konkretisiert werden die Anforderungen der ArbStättV in den Technischen Regeln für Arbeitsstätten (ASR), hier insbesondere die ASR A4.1 "Sanitärräume".

Unter dem Punkt 6.4 Absatz 1 ist folgendes nachzulesen:

An Wasch- und Duschplätzen müssen fließendes warmes und kaltes Wasser in Trinkwasserqualität im Sinne der Trinkwasserverordnung, Seifenablage und Handtuchhalter zur Verfügung stehen. Zusätzlich soll an Duschplätzen ein Haltegriff angebracht sein. Die Temperatur von vorgemischtem Wasser soll während der Nutzungszeit +43 °C nicht überschreiten.

Im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung sollte der Betriebsarzt und die Fachkraft für Arbeitssicherheit an der Thematik beteiligt werden.