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In welchen zeitlichen Abständen ist die erforderliche Fortbildung in der Ersten Hilfe und das regelmäßige Training in der Herz-Lungen-Wiederbelebung entsprechend BGR A3 zu absolvieren?

KomNet Dialog 13823

Stand: 31.05.2011

Kategorie: Gesunde Arbeit / Arbeitsschutz > Gesundheitsschutz > Erste Hilfe

Dialog
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Frage:

Lt. BGR A3 (Arbeiten unter Spannung) wird unter dem Punkt 3.2.4 eine "zum Erhalt der fachlichen Befähigung ... erforderliche Fortbildung in der Ersten-Hilfe und das regelmäßige Training der Herz-Lungen-Wiederbelebung" gefordert. Welche jährlichen Zyklen gehören a) zur Fortbildung Erste-Hilfe und b) zum Training für HLW?

Antwort:

Bei der Fortbildung der Ersten Hilfe empfehlen wir sich an den für betriebliche Ersthelfer geltenden Grundsätzen zu orientieren. Diesbezügliche Informationen sind der  BGI 509 - Erste Hilfe im Betrieb  http://publikationen.dguv.de unter Ziffer 6 Ersthelfer zu entnehmen.

Auszug:
Das Erste-Hilfe-Training ist im Einzelnen folgendermaßen aufgebaut:

1. Allgemeine Verhaltensweisen bei Unfällen, Notfällen und Rettung
2. Erste Hilfe bei Störungen der Vitalfunktionen
- Bewusstlosigkeit
- Atemstillstand
- Kreislaufstillstand
3. Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW)
4. Training verschiedener Notfallsituationen.

Fortbildungsmaßnahmen können nur dann erfolgreich sein, wenn auf vorhandenen Kenntnissen aufgebaut werden kann. Deswegen hat der Unternehmer gemäß § 26 Abs. 3 der Unfallverhütungsvorschrift "Grundsätze der Prävention" (BGV/GUV-V A1) dafür zu sorgen, dass die Fortbildung in der Regel in Zeitabständen von zwei Jahren nach einer vorausgegangenen Teilnahme an einem Erste-Hilfe-Lehrgang oder -Training durchgeführt und abgeschlossen wird.

Der Unternehmer und der Ersthelfer haben darauf zu achten, dass letzterer das Erste-Hilfe-Training rechtzeitig besucht. Eine frühzeitige Anmeldung ist erforderlich. Es ist darauf zu achten, dass die Zwei-Jahresfrist nicht überschritten wird. Der Unternehmer, der die Anmeldung selbst vornimmt, sollte seinerseits die Einhaltung der Frist beachten. Sollte eine rechtzeitige Teilnahme am Erste-Hilfe-Training aus Gründen, die der Unternehmer oder der Versicherte zu vertreten hat, nicht erfolgen können, kommt eine Fortbildung in der Regel nicht in Betracht; eine verspätete Teilnahme am Training wird in der Regel abgelehnt. Die erneute Teilnahme an einem Erste-Hilfe-Lehrgang wird in diesen Fällen in Betracht kommen. Eine Einstufung im Betrieb als Ersthelfer ist dann erst nach erneuter Ausbildung möglich.

Hinweise:
Die erforderlichen Maßnahmen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes muss der Arbeitgeber grundsätzlich im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung ermitteln und festlegen.
Dabei soll er sich von der Fachkraft für Arbeitssicherheit und dem Betriebsarzt beraten und unterstützen lassen.