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Gibt es für die Kennzeichnung von Verkehrswegen und Lagerplätzen verbindliche Vorschriften?

KomNet Dialog 13666

Stand: 10.05.2011

Kategorie: Gestaltung von Arbeitsplätzen > Arbeitsplatz- und Arbeitsstättenbeschaffenheit > Verkehrswege

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Frage:

Gibt es für die Kennzeichnung von Verkehrswegen und Lagerplätzen verbindliche Vorschriften? Welche Farben sind zu verwenden für: - Fahrwege? - Lagerplätze/Stellplätze? - Plätze für Ausschuss? - Signalfarben?

Antwort:

Die Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung in Arbeitsstätten bestimmt sich nach der Arbeitsstättenverordnung. Konkretisiert wird sie durch die Arbeitsstättenregel ASR A 1.3 "Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung"  (www.baua.de/ASR/). Die Basis der ASR A 1.3 bildet die Unfallverhütungsvorschrift - BGV A 8, deren grundlegende Inhalte im Rahmen des Kooperationsmodells durch den Ausschuss für Arbeitsstätten (ASTA) in der ASR A 1.3. übernommen wurden.

Für Fahrwegsbegrenzungen ist nach Punkt 5.3 der ASR A1.3 die "Kennzeichnung von Fahrwegsbegrenzungen farbig, deutlich erkennbar sowie durchgehend auszuführen. Wird die Markierung auf dem Boden angebracht, so kann dies z. B. durch mindestens 5 cm breite Streifen, oder durch eine vergleichbare Nagelreihe (mindestens drei Nägel pro Meter), in einer gut sichtbaren Farbe - vorzugsweise Weiß oder Gelb - in Abhängigkeit von der Farbe der Bodenfläche erreicht werden."

Eine farbliche Hervorhebung oder Unterscheidung von Lagerplätzen (für Lagerware oder Ausschuss) wird in den arbeitsschutzrechtlichen Regeln nicht getroffen.

"Die Kennzeichnung von Hindernissen und Gefahrstellen ist durch gelbschwarze oder rot-weiße Streifen deutlich erkennbar und dauerhaft auszuführen. Die Streifen sind in einem Neigungswinkel von 45° anzuordnen. Das Breitenverhältnis der Streifen beträgt 1:1. Die Kennzeichnung soll den Ausmaßen der Hindernisse oder Gefahrstellen entsprechen.
Gelb-schwarze Streifen sind vorzugsweise für ständige Hindernisse und Gefahrstellen zu verwenden (z.B. Stellen, an denen besondere Gefahren des Anstoßens, Quetschens, Stürzens bestehen). Bei lang nachleuchtender Ausführung wird die Erkennbarkeit der Hindernisse bei Ausfall der Allgemeinbeleuchtung erhöht.
Rot-weiße Streifen sind vorzugsweise für zeitlich begrenzte Hindernisse und Gefahrstellen zu verwenden (z. B. Baugruben).
An Scher- und Quetschkanten mit Relativbewegung zueinander sind die Streifen gegensinnig geneigt zueinander anzubringen."

Die Signalfarben (Sicherheitsfarbe) können der Tabelle 1 der ASR A 1.7 entnommen werden.