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KomNet-Wissensdatenbank

Gibt es einen besonderen Kündigungsschutz für Strahlenschutzbeauftragte eines Unternehmens?

KomNet Dialog 12991

Stand: 10.02.2011

Kategorie: Physikalische Belastungen und Beanspruchungen > Ionisierende Strahlung > Strahlenschutzorganisation

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Frage:

Gibt es einen besonderen Kündigungsschutz für Strahlenschutzbeauftragte eines Unternehmens? Wenn ja, wie sieht der aus?

Antwort:

Einen besonderen Kündigungsschutz für Strahlenschutzbeauftragte nach dem Strahlenschutzrecht (Atomgesetz, Strahlenschutzverordnung, Röntgernverordnung) gibt es nicht.

Strahlenschutzbeauftragte sind gemäß § 31 Strahlenschutzverordnung bzw. § 13 Röntgenverordnung zu bestellen, soweit dies für die Gewährleistung des Strahlenschutzes notwendig ist. Der Strahlenschutzverantwortliche hat dann, für die Leitung oder Beaufsichtigung dieser Tätigkeiten, die erforderliche Anzahl von Strahlenschutzbeauftragte schriftlich zu bestellen.

Der Strahlenschutzbeauftragte nimmt somit für den Strahlenschutzverantwortlichen Tätigkeiten wahr, um den Strahlenschutz im Unternehmen zu gewärleisten.

Für diese "Vertreterfunktion" sieht das Strahlenschutzrecht keinen besonderen Kündigungsschutz vor.

Der Strahlenschutzverantwortliche muss bedenken, wenn er nicht selbst die Fachkunde im Strahlenschutz besitzt, dass er ggf. den Umgang mit radioaktiven Stoffen oder den Betrieb einer Röntgenanlage einstellen muss, wenn er einen Strahlenschutzbeauftragten entlässt und dadurch keine oder zu wenige Strahlenschutzbeauftragte für die Leitung oder Beaufsichtigung dieser Tätigkeiten beschäftigt.

Arbeitsschutzvorschriften sowie weitere Rechtsvorschriften können Sie unter www.arbeitsschutz.nrw.de/Service/rechtsvorschriften/index.php (--> Rechtsvorschriften Arbeitsschutz) oder www.gaa.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/16032 aufrufen.