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Ist ein Mitarbeiter gesetzlich unfallversichert, wenn er während der Arbeit eine kleine Kochnische aufsucht, um sich z.B. einen Kaffee zu holen?

KomNet Dialog 12942

Stand: 04.02.2011

Kategorie: Gesunde Arbeit / Arbeitsschutz > Betriebliches Arbeitsschutzsystem > Unfallversicherung

Dialog
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Frage:

Ist ein Mitarbeiter gesetzlich unfallversichert, wenn er während der Arbeit zum einen eine kleine Kochnische/Teeküchennische (Nische ca. 2 qm ohne Tür und Fenster) aufsucht, um sich z.B. einen Kaffee zu holen?

Antwort:

Unter "Rund um das Thema Versicherungsschutz und Zuständigkeit" www.dguv.de/landesverbaende/de/medien/faq/vers_schutz/index.jsp  teilen die Landesverbände der deutschen gesetzlichen Unfallversicherung folgendes mit:

F: Sind Wege zur Kantine oder zu naheliegenden Geschäften oder Heimfahrten während der Mittagspause versichert?

A: Wege zur Nahrungsaufnahme sind grundsätzlich bis zur Außenhaustür der Kantine oder des Geschäftes bzw. Lokals versichert, in dem dort gespeist oder Lebensmittel für die Mittagspause eingekauft werden.
Heimfahrten zu Mittagessen können dann versichert sein, wenn Fahrtdauer und Dauer der Mittagspause noch in einem angemessenen Verhältnis zueinander stehen.

Unter www.bgetem.de/unfall/ub_sonderfaelle.html wird zu dem Thema "Nahrungsaufnahme und Versicherungsschutz" folgendes ausgeführt:
Nahrungsaufnahme
Essen und Trinken sind grundsätzlich keine versicherte Tätigkeit, da sie dem privaten, persönlichen Lebensbereich zuzuordnen ist. Ausnahmsweise können besondere betriebliche Umstände Versicherungsschutz begründen (z.B. Erhaltung der Arbeitskraft durch Trinken nach starker Staub- oder Hitzeeinwirkung oder Essen wegen unvorhergesehener Überstunden).
Die Wege zum und vom Essensplatz sind versichert. Das gilt sowohl für Wege auf dem Betriebsgelände mit Ziel und Ausgangspunkt Kantine als auch für Wege außerhalb des Betriebsgeländes.

Für eine Beratung in Fragen der gesetzlichen Unfallversicherung empfehlen wir, dass Sie eine entsprechende Frage direkt an den für Ihr Unternehmen zuständigen Träger der gesetzlichen Unfallversicherung richten, http://www.dguv.de/inhalt/BGuUK/index.jsp