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KomNet-Wissensdatenbank

Müssen an kraftbetätigten mehrteiligen Flügeltoren die Quetschstellen, die sich zwischen den Flügeln bilden, technisch abgesichert werden

KomNet Dialog 12514

Stand: 18.06.2012

Kategorie: Gestaltung von Arbeitsplätzen > Arbeitsplatz- und Arbeitsstättenbeschaffenheit > Türen, Tore, Fenster

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Frage:

Müssen an kraftbetätigten mehrteiligen Flügeltoren die Quetschstellen, die sich zwischen den Flügeln bilden, technisch abgesichert werden (gemäß ASR 1.7)? Die Breite eines Flügels beträgt ca. 2 Meter. Es sind immer zwei Flügel der Toranlage miteinander verbunden. Die Steuerung der Toranlage erfolgt automatisch mittels Transponder. Eine Überwachung des Schliessbereiches gibt es nicht.

Antwort:

Ja. Gemäß Abschnitt 6 der ASR A1.7 "Türen und Tore" muss bei kraftbetätigten Türen und Toren eine wirksame Sicherung vor mechanischen Gefährdungen bis zu einer Höhe von 2,50 m über dem Fußboden oder einer anderen dauerhaften Zugangsebene vorhanden sein. Dies kann durch eine einzelne oder eine Kombination der folgenden Sicherungsmaßnahmen erreicht werden:

• Einhalten von Sicherheitsabständen (siehe Abs. 5 bis 8),
Einbauen von trennenden Schutzeinrichtungen an den Schließkanten, wie Gehäuse, Abdeckungen, Verkleidungen, feststehende Schutzflügel,
• Formgebung von Flügeloberflächen und vorstehenden Teilen in geeigneter Weise,
• Torbetätigung mit einer manuellen Steuerung ohne
Selbsthaltung (Totmannsteuerung, siehe Punkt 8.1),
• Begrenzung der Kräfte, die durch den Torflügel erzeugt werden, wenn er auf eine Person oder einen Gegenstand auftrifft,
• Einbau von schaltenden Schutzeinrichtungen (druckempfindliche oder berührungslos wirkende Schutzeinrichtungen).

Informationen zu der Thematik sind auch der BGR 232 - Kraftbetätigte Fenster, Türen und Tore  sowie der BGI 861-1 - Sicherer Umgang mit Toren und der BGI 861-2 - Sicherer Umgang mit Türen zu entnehmen http://publikationen.dguv.de  .