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KomNet-Wissensdatenbank

Wie müssen die Scheiben einer Automatik-Schiebetür in einer Apotheke ausgeführt werden?

KomNet Dialog 5739

Stand:

Kategorie: Gestaltung von Arbeitsplätzen > Arbeitsplatz- und Arbeitsstättenbeschaffenheit > Türen, Tore, Fenster

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Frage:

Bei der Planung einer Apotheke wurde der Eingang mit einer Automatik-Schiebetür geplant. Diese sitzt in einer Glasfassade. Welche Scheiben müssen (auf welcher rechtlichen Grundlage) mit Sicherheitsglas ausgeführt werden?

Antwort:

Durchsichtige oder lichtdurchlässige Wände, insbesondere Ganzglaswände im Bereich von Arbeitsplätzen oder Verkehrswegen, müssen deutlich gekennzeichnet sein und aus bruchsicherem Werkstoff bestehen oder so gegen die Arbeitsplätze und Verkehrswege abgeschirmt sein, dass die Beschäftigten/Versicherten nicht mit den Wänden in Berührung kommen und beim Zersplittern der Wände nicht verletzt werden können. Siehe Abschnitt 1.5 Abs. 3 des Anhanges zur Arbeitsstättenverordnung i.V.m mit der Arbeitsstätten-Richtlinie - ASR 8/4.

Konkrete Vorgaben gibt die Arbeitsstätten-Richtlinie - ASR 10/5 und auch das Merkblatt "Glastüren, Glaswände" (BGI 669) vor. Danach müssen lichtdurchlässige Türflächen - ausgenommen Türfüllungen im oberen Drittel von Türen und nach Nr. 3 abgeschirmte Türfüllungen - bruchsicher sein; und weiter "Lichtdurchlässige Flächen von Türen im Verlauf von Verkehrswegen, in denen regelmäßig Material von Hand oder mit Beförderungsmitteln transportiert wird, müssen aus Sicherheitsglas nach DIN 18361 Nr. 2.3.6.3 (Verbundsicherheitsglas, Einscheibensicherheitsglas) oder einem Kunststoff mit vergleichbaren Sicherheitseigenschaften bestehen. Dies gilt nicht für Türen, die nach Nr. 3 der ASR 10/5 gesichert sind."

Den Sicherheitsanforderungen "Bruchsicher" genügen die sogenannten Sicherheitsgläser
– Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG),
– Verbund-Sicherheitsglas (VSG) sowie
– lichtdurchlässige Kunststoffe mit vergleichbaren Sicherheitseigenschaften.