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KomNet-Wissensdatenbank

Wer darf eine Sicherheitsunterweisung durchführen?

KomNet Dialog 12462

Stand: 20.06.2014

Kategorie: Betriebliches Arbeitsschutzsystem > Arbeitsschutzorganisation, Arbeitsschutzmanagement > Einweisung, Unterweisung

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Frage:

Wer darf eine Sicherheitsunterweisung durchführen? Ein Chef für seine Abteilungsleiter? Ein Abteilungsleiter für seine Mitarbeiter? Welche Ausbildung (Qualifikation) ist ausreichend? Muss ich ein Seminar besucht haben, damit eine Sicherheitsunterweisung gemacht werden darf.

Antwort:

Die arbeitsschutzrechtliche Pflicht zum Unterweisen hat der Arbeitgeber. Diese Pflicht kann er auf andere Personen schriftlich delegieren (§ 13 Abs. 2 Arbeitsschutzgesetz, und § 13 der DGUV-Vorschrift "Grundsätze der Prävention" (früher: BGV A1). 

Personen, denen Arbeitgeberpflichten übertragen werden sollen, müssen die entsprechende Fachkenntnis haben. Dabei muss der Arbeitgeber grundsätzlich eigenverantwortlich im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung die Anforderungen hinsichtlich der für Unterweisungen erforderlichen Qualifikation festlegen, aber auch berücksichtigen, dass in verschiedenen Rechtsverordnungen wie Gefahrstoffverordnung, Biostoffverordnung, Betriebssicherheitsverordnung gefordet wird, dass im Rahmen der Unterweisung spezifische Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt werden. Hierbei soll der Arbeitgeber sich von der Fachkraft für Arbeitssicherheit und dem Betriebsarzt unterstützen lassen.

Zu empfehlen ist, entsprechende Seminar- und Bildungsangebote der Träger der gesetzlichen Unfallversicherung (Berufsgenossenschaft, Unfallkasse) zu nutzen.

Weitere Informationen sind der DGUV-Information 211-005 (früher: BGI 527) "Unterweisung - Bestandteile des betrieblichen Arbeitsschutzes" zu entnehmen.

Das Regelwerk der DGUV finden Sie unter http://publikationen.dguv.de