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KomNet-Wissensdatenbank

Ist die Tätigkeit einer werdenden Mutter bei der allgemeinen Patientenaufnahme in einer Klinik unter dem Aspekt der biologischen Gefährdung zulässig?

KomNet Dialog 11663

Stand: 10.08.2010

Kategorie: Besondere Zielgruppen > Werdende und stillende Mütter > Beschäftigungsverbote und -beschränkungen

Dialog
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Frage:

Im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung zum Arbeitsplatz einer Schwangeren (nach MuSchuRiLiV) stellt sich die Frage, ob die Tätigkeit bei der allgemeinen Patientenaufnahme in einer Klinik unter dem Aspekt der biologischen Gefährdung zulässig ist (insb. im Hinblick auf mögliche Viren etc.). Die Gefährdungsbeurteilung kommt hier (für den Punkt einer möglichen biologischen Gefährdung) aufgrund fehlender Informationen seitens der Aufsichtsbehörden und Berufsgenossenschaft sowie unterschiedlicher persönlicher Meinungen zu keinem Ergebnis. Hier wird eine eine klare Aussage, z.B. "unter Einhaltung der allgemeinen Hygieneanforderungen zulässig" oder "nicht zulässig" benötigt. Die Fragestellung bezieht sich konkret auf die Tätigkeit bei einer Patientenaufnahme einer "normalen" Klinik. Herzlichen Dank vorab!

Antwort:

Eine Beschäftigung von Schwangeren in der Patientenaufnahme ist unter konsequenter Einhaltung der erforderlichen Hygienemaßnahmen grundsätzlich möglich.

Tätigkeiten, bei denen die werdende Mutter im Notfall unter Verstoß gegen mutterschutzrechtlicher Beschäftigungsverbote (z.B. direkter Kontakt zu Körperflüssigkeiten) Hilfe leisten muss, sind nicht zulässig (z. B. Tätigkeiten in der Notaufnahme).

Hinsichtlich der biologischen Gefährdung wird im Bereich der Patientenaufnahme i.d.R. kein erhöhtes Potential angenommen. Ausnahmensituationen sind möglich, z. B. H1N1-Pandemie.

Weitere Informationen zu der Thematik sind dem Merkblatt "Werdende Mütter im Krankenhaus" www.gaa.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/16416/ zu entnehmen.

Auf die Informationen der Arbeitsschutzverwaltung NRW unter www.arbeitsschutz.nrw.de/Themenfelder/mutterschutz/index.php weisen wir ebenfalls hin.